Tagesschlau

Drei Artikel mit mMn sehr logischen Überlegungen zur Corona-Krise.
Der Infosperber schreibt:

Was man selber gegen Covid-19 tun kann
Hausarzt Matthias Gauger macht seinen Patientinnen und Patienten drei Punkte bewusst:

  1. Auf die Beschaffenheit des Virus und auf seine Ausbreitung draussen in der Welt kann ich direkt keinen Einfluss nehmen.
  2. Darauf, ob und wie viele Viren in meinen Körper eindringen, kann ich teilweise Einfluss nehmen (Abstandhalten, Masken, Händewaschen).
  3. Darauf, wie mein Immunsystem auf das Virus reagiert, kann ich mit einfachen Mitteln grossen Einfluss nehmen.
    • Wer immer kann, soll sich körperlich genügend bewegen. Nehmen Sie die Treppe anstatt den Aufzug und nutzen Sie Ihre Freizeit aktiv für Spaziergänge, Velo- und Wandertouren und andere Bewegungsarten.
    • Ernähren Sie sich gesund. Eine Ernährung, welche unser Immunsystem entlastet, sollte so pflanzlich, so biologisch, so natürlich, so vielseitig, so frisch, so regional, so unverarbeitet wie möglich sein.
    • Trinken Sie viel. Hinweise darauf, dass mehr Wasser trinken schützende Effekte hat, gibt es für den grauen Star, bei Nieren(stein)leiden, bei Harnweginfekten, bei der Vorbeugung von Hitzefolgen und Stürzen bei älteren Menschen … und beim Funktionieren des Immunsystems der Schleimhäute.
    • Vermeiden Sie Stress. Gemessen an seiner Bedeutung zur Erhaltung unserer Gesundheit sollte Stressmanagement an oberster Stelle unserer Massnahmen stehen. Wichtig ist auch das Erkennen und Auflösen von verstecktem Stress.
    • Schlafen Sie ausreichend, trinken Sie wenig Alkohol und rauchen Sie nicht.

Selbstwirksamkeit wirkt übrigens ein hervorragend gegen Angst und Stress.

Urs P. Gasche schreibt auf Infosperber:

Das Virus Sars-Cov-2 wird nächstes Jahr seine Virulenz von alleine verlieren, wie dies bei der Spanischen Grippe und anderen Epidemien der Fall war. Oder eine wirksame Massenimpfung kann die Verbreitung bremsen.

Dagegen sind Herzkreislauf-Probleme und auch ein Teil der Tumore zu einem beachtlichen Teil Zivilisationskrankheiten und verschwinden nicht so rasch. Ein gutes Viertel der Pensionierten sterben an einer Krankheit des Herzkreislaufsystems und fast ein Viertel an Krebs. Zwar hatte Präsident Richard Nixon im Jahr 1971 den «Krieg gegen den Krebs» ausgerufen. Doch seither versuchte man, Tumore in erster Linie medizinisch zu bekämpfen, anstatt den Schwerpunkt auf die Beseitigung der vielen menschengemachten Ursachen zu legen.

wie z.B. frühkindliche Traumatisierung und in der Folge nicht erlernte emotionale Autoregulation und komplexe PTBS. Aber seit Kriege mit ganzen Volkswirtschaften geführt werden, haben die Kapitalisten die Monetarisierung der mütterlichen Arbeitskraft entdeckt.

Paul Schreyer schreibt bei Multipolar:

Den Rest der Artikel sollte man auch lesen, wenn man Infosperber und Multipolar nicht für komplette Schwachsinnsmedien hält.

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Dialogbereite Menschen in Corona-Zeiten – eine aussterbende Spezies?

Falsch zugeordnetes Zitat:

Your voice, your choice

The Voice of Germany

Dialogbereite – zumindest vom Ton und Tenor her – Menschen sind in Corona-Zeiten selten geworden – auf beiden Seiten. Ein Beispiel das mir über ein Interview über Elektromobilität über den Weg gelaufen ist, ist Justus Wilhelm, „freier“ Journalist bei Radio Bremen. Schon im EM-Interview hat er sich ziemlich differenziert zu Elektroautos geäußert. Eine kurze quick&dirty Netzrecherche ergab ein ähnliches Bild:
Was treibt die Corona-Kritiker in Bremen an?
(kann man ansehen ohne dass der Blutdruck steigt)
Geradezu wohltuend unaufgeregt und ohne den volksverhetzenden Tenor den man sonst derzeit seitens Politik und Medien (leider schon) gewohnt ist. Er steht zwar auf der anderen Seite der Kritiker an der Corona-Repression, aber er schlägt zumindest ganz andere Töne an. Das kann natürlich alles nur gespielt sein und er mimt den good-guy der anderen Seite, aber er redet zumindest nachweislich mit den Protagonisten der Corona-Kritiker und das nicht nur auf Demos um ihnen „heute show“-mäßig ein Mikrofon in den Hals zu stecken. Vier Wochen hat er in der „Szene“ recherchiert, Drei Stunden hat er mit Wolfgang Jeschke, Herausgeber des Magazins Laufpass sich unterhalten, wenn auch mit dem Ergebnis „We agree to disagree“, was aber nicht nur in diesen Zeiten schon eine enorme kognitive Leistung darstellt. Sein Vokabular ist auch sehr moderat, wenn er von Corona-Kritikern spricht, statt „Covidioten“ und ähnlichen Beschimpfungen. Auch bekommt er mit 38 Lebensjahren hin den anderen verstehen zu wollen und zu können ohne das gleichzeitig gut finden zu müssen was dieser denkt, sagt und macht. Das ist auch ein kognitive Leistung, die keinesfalls selbstverständlich, eher ausgesprochen selten ist.
Man kann ihm natürlich vorhalten, dass er sich in einer sehr privilegierten Situation befindet, die ihm dieses generöse Verhalten erlaubt: er ist auf der Seite der Massenmedien, der Poltik und der Staatsmacht, sein Beruf profitiert eher von der Corona-Krise und wer ein Model X sein eigen nennt kann nicht ganz so schlecht verdienen. Und letztlich wird auch er faktisch nichts am Legitimitätsdefizit des (nicht nur) derzeitigen politischen Handelns ändern, wodurch man ihm unterstellen könnte, dass er sein Dialoginteresse nur heuchelt, um die Kritiker zu besänftigen, weil er fürchtet diese nach „rechts-außen“ zu verlieren.
Ich weiß es nicht genau, da ich nicht mehr als dieses kurze Online-Schlaglicht von ihm kenne, aber es unterscheidet ihn auf jeden Fall positiv von dem derzeit von Politk und Medien geschürten, vorherrschenden, volksverhetzenden Zensur- und Repressionsklima.

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Corona-Proteste: sinnvoll? kontraproduktiv? Alternativen?

Inzwischen scheint diese Gesellschaft immer mehr in die Corona-Hysterie abzugleiten. Wer meinen Leseempfehlungen folgt dem zeichnet sich ein düsteres Bild was an Hexenverfolgungen u.ä. erinnert. Demonstrationen, Proteste und juristische Einsprüche gegen die Corona-Repression haben nur noch mehr Repression in Form von verschärften Verordnungen und Gesetzen, staatlicher Polizeigewalt (Wasserwerfer, Pfefferspray, Schlagstöcke, willkürliche Festsetzung und Inhaftierung), Diffamierung, Volksverhetzung durch Politik und Medien, Unrechtsurteile durch die Justiz, sowie Denunziation und Hilfssheriff-/ Blockwartmentalität bei den einfachen, autoritätshörigen und -willigen Bürgern zur Folge. Ein gigantischer, gesamtgesellschaftlicher Backfire-Effekt.
Inzwischen riskiert jeder der sich offen als Kritiker der Corona-Maßnahmen outet als „Volksschädling“ repressiv behandelt bis inhaftiert zu werden und muss auch mit entsprechenden Repressionen auch durch sein soziales Umfeld rechnen. Gut, das war im wesentlichen bei allem was sich gegen die Staatsräson stellte nie anders. Aber diese Diktatur bzw. deren Staatsmafia agierte bis vor kurzem noch weitestgehend „nur“ institutionell gegen die wenigen, die sich auflehnten. Mit der gesellschaftlichen Breite der Corona-Maßnahmen, der Proteste dagegen und der Gegenreaktion durch die Staatsmacht und ihre willigen Helfer und Helfershelfer auch in der Breite der Gesellschaft vergiftet sich nicht nur das politische, sondern auch das allgemeine gesellschaftliche Klima in der Öffentlichkeit und auch im Privaten zusehends. Die Nerven liegen blank. Mäßigende und differenzierende, dialogbereite Stimmen werden immer seltener bzw. sind im medialen Schlachtenlärm der Kontrahenten schon nicht mehr zu hören.

Da ist guter Rat teuer

Nur wie soll man sich da als kritisch denkender Mensch verhalten, wenn sämtlicher Protest nur noch mehr Repression zur Folge hat? Wieviel Sinn macht es sich in jeder Hinsicht (physisch, medial, juristisch, finanziell) zusammenschlagen zu lassen? Ist das noch (Märtyrer-)Mut oder schon sinnloses Selbstopfer?

Psychologische Hintergründe

Ich denke da ist es sinnvoll mal innezuhalten und sich zu fragen: was geht denn da gerade überhaupt ab? Erst mal verstehen was da vor sich geht, bevor man (falsch) reagiert und auch wenn man schon (falsch) reagiert hat, wovon ich mich selbst nicht ausnehme. Dazu muss man verstehen, dass Angst ansteckend ist und sich in negativen sozialen Interaktionen ausdrückt. Immer wenn ich sozial negativ interagiere, dann kann ich sicher sein, dass ich Angst habe.
Und wenn ich Angst habe und diese meinem sozialen Gegenüber zeige, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass auch dieses Angst bekommt und ebenfalls sozial negativ reagiert. Und genau das ist es auch was gesamgesellschaftlich momentan abläuft. Es geht nicht um sachliche Argumente und wer die besseren davon hat, es geht nicht um Gesundheit gegen Grundrechte, es geht rein um Emotionen, die unser Handeln bestimmen egal wieviel gute Gründe unserer Ratio dafür einfallen. Angst ist auch nicht das Gegenteil von Liebe nur mit umgekehrten Vorzeichen. Angst ist die stärkere der beiden Emotionen. Es ist sehr viel leichter jemandem Angst einzujagen oder selbst Angst zu bekommen, als diesen zu lieben oder dazu zu bewegen, dass er einen liebt. Niemand ist mit seinem Verstand Herr im eigenen Haus respektive Gehirn. Erschwerend kommt hinzu, dass wir von Psychopathen regiert werden, die das „Drama“ geradezu lieben und deshalb auch alles tun um die Proteste gegen sie zu unbedachten Aktionen zu provozieren oder durch agents provocateurs diese selbst zu inszenieren. Massenmedial unterstützt kann dann die nächste Welle an Repressionen durch die Republik rollen, die wiederum noch mehr Empörung, Protest und Widerstand auf der anderen Seite hervorrufen. Ein Teufelskreis, den nur die Staatmafia gewinnen kann, denn diese sitzt machtpolitisch am längeren Hebel und kann sich auf die Unterstützung eines willigen, opportunistischen Großteil der Bevölkerung und dass ein anderer Großteil als passive Mitläufer still hält verlassen.

Sinnfrage

Macht es da noch Sinn sich zu wehren, wenn nicht nur der Erfolg zweifelhaft ist, sondern es höchst anfällig für Unterwanderung durch agents provocateurs der Gegenseite in die Hand spielend das genaue Gegenteil bewirkt? Oder wie muss effektiver Widerstand aussehen, der das nicht bewirkt? Oder gibt es gar keine Chance? Gute Frage, nächste Frage.

Keine Patentlösung

Wenn man Angst hat, ist es nicht leicht (und in der akuten Situation so gut wie unmöglich) kreativ, phantasievoll zu denken. Genau aber das ist erforderlich um aus dem Sandkasten der Emotionen heraus zu kommen. Und wenn es einen Patentlösung gäbe, hätte sie jemand schon längst gefunden. Ich habe sie daher auch nicht.

Die prinzipielle Ablehnung von physischer Gewalt ist sicher richtig, denn physische Gewalt dient der Staatsmafia gleichermaßen noch härter durchzugreifen. Genau deswegen wird ja durch eingeschleuste agents provocateurs physische Gewalt durch Polizei und Geheimdienste inszenziert und massenmedial noch potenziert, dass aus friedlichen Demostranten in der öffentlichten Wahrnehmnung gewalttätige Extremisten, ja Terroristen werden. Das haben die Protestbewegungen in den letzten Jahrzehnten gelernt. Aber auch die Staatsmafia hat gelernt friedichen Protest zu diskretieren und zu kriminalisieren. Nicht nur durch inszenierte Gewalt von agents provocateurs, sondern ein ganzes Arsenal von geheimdienstlichen, strategisch-taktischen Maßnahmen, die im Zusammenspiel mit den gleichgeschalteten Medien ihre toxische Wirkung entfalten. Das reicht von V-Leuten, über U-Boote, agents provocateurs bis hin zu astroturfing. Dessen muss man sich bewußt sein.
Und man muss sich auch bewußt sein, dass nicht jede Form von Protest gesamtgesellschaftlich eine Wirkung hat. Protest der die Menschen nicht erreicht oder nur weiter polarisiert oder sich gar selbst institutionalisiert z.B. Gründung von Parteien, Antreten zu Wahlen, Einzug in Parlamente, kann sich auch totlaufen, was ja auch ganz im Sinne der Staatsmafia ist. Zu Risiken und Nebenwirkungen …

Der effektive Handlungsspielraum einer außerparlamentarischen Opposition ist also eng umrissen. Die Staatsmafia hat das Bestreben sämtliche Drückebergergassen zu schließen und tut das auch Dank ihrer Macht und ihres Gewaltmonopolanspruchs auch sehr effektiv.

Guerilla

Gegen einen in praktisch jeder Hinsicht überlegegen Gegner helfen bekanntermaßen nur Guerillataktiken. Nur auch hier scheiden sich die Geister, denn auch dagegen hat die Staatsmafia bereits Anti-Guerilla-Methoden entwickelt. Guerilla hat nur Erfolg wenn es die Bevölkerung in der Breite unterstützt. Speziell in der angstparalysierten, massenmedialen Gesellschaft kann die Bevölkerung leicht gegen Andersdenkende aufgehetzt werden. Denunzianten, Spione, Unterwanderung und wirtschaftliche Austrocknung tun ihr übriges.

Untergrund / Resistance

Es bleibt de facto nur der Untergrund, was aber ebenso de facto einer Kapitulation gleichkommt, in der heutigen Zeit vor allem einer medial-kommunikativen Kapitulation. Widerstand wird dann zu einer Frage der Ehre, kriminalisiertes Handeln in der Anonymität zur Routine und Verrat zu alltäglichen Bedrohung. Konnte die Resistance im Frankreich der 1940ff Jahre noch auf Rettung und Befreiung von außen hoffen, fragt sich von wo heute die Rettung kommen soll?

Emigration

Wie schon auch zu den original Nazi-Zeiten stellt sich auch die Frage nach Emigration. Zur Zeit des Hitler-Regimes und des Kommunismus gab es noch so etwas wie den „freien Westen“ der selbst in der direkten Bedrohung des eigenen Lebens Zuflucht und Hoffnung versprach, was psychologisch für einen Menschen wichtig ist. Nur wo soll der „freie Westen“ heute noch sein? Selbst im vermeintlich Corona-liberalen Schweden gewinnen die Scharfmacher mit neuen Verboten immer mehr Terrain und was das Corona-Konglomerat aus PCR-Tests, Fallzahlen, Infektionszahlen, Statistiken, Intensivstationsbelegung, Übersterblichkeitsraten etc. betrifft, ist der öffentliche Diskurs in Schweden der gleichen Angstmache ausgesetzt wie im Rest der Welt. Und dass auch die Staatsmacht in Schweden Repressionen nicht abgeneigt ist, davon kann ein Julian Assange ein Lied singen. (siehe auch die arte-Doku //“Wo Sexarbeiterinnen keine Rechte haben“//)
Seit dem 2. Weltkrieg ist die Welt nicht nur durch die Bevölkerungsexplosion, sondern auch die Explosion der Massenmedien real und gefühlt deutlich enger geworden, was den sozialen Stress steigen lässt. Konnte man in den vergangenen Jahrhunderten noch in „freie“ Welten auswandern um Verfolgung zu entgehen und sein Glück zu suchen, ist das heute ungleich schwieriger.

Suizid

Suizid ist natürlich die ultimative, persönliche Lösung, die allerdings auch keine Lösung im konstruktiven Sinn darstellt und selbst wenn es einem gelingen sollte vom Reichstag zu springen, wird damit kein nachhaltiger Erfolg zu erzielen sein. Daher nur der Vollständigkeit halber.

Rückzug ins Private / „Überwintern“

Eine sehr verbreitete „Lösung“ in der Bevölkerung. Wie heißt es schon in einem bekannten Lied, das von einem KZ-Insassen gedichtet wurde „… ewig kann’s nicht Winter sein …“. Nur ist das natürlich auch keine konstruktive Lösung, die nur durch einen „Befreiung von außen“ oder Selbstimplosion des Systems zum Erfolg führt und die zur Passivität und dem Erdulden von Repression und Verfolgung verdammt. Das muss man auch erst mal aushalten und das im Zweifelsfall Jahrzehnte wie das Beispiel des Franco-Spaniens lehrt und das noch heute an diesem Erbe mit schweren inneren Konflikten zu tragen hat, die noch lange nicht ausgestanden sind und mit Corona eher noch verlängert werden. Da mag für manchen der Suidzid noch die nachhaltigere Lösung sein.

Selbstbetrug

Auch eine sehr weit verbreitete Strategie. Häufig habe ich in den letzten Wochen und Monaten von den Machtphantasien im Lager der Proteste gegen die Corona-Repressionen gelesen. Da wurde im Sinne des Jüngsten Gerichts die gerechte Bestrafung all derjenigen, die sich am Corona-Regime beteiligen, herbeiphantasiert. Immer wieder auch gerne wurde und wird Art. 20(4) GG, der „Widerstandsartikel“ in Anspruch genommen, ungeachtet der Tatsache, dass dieser ein Widerspruch in sich selbst ist, noch niemand von diesem erfolgreich Gebrauch gemacht hat und dass man ihn auch winkeladvokatenmäßig nicht nur anders, sondern vollkommen pervers interpretieren kann. Nebenbei bemerkt hat der „Fuchs“ Adenauer im parlamentarischen Rat dafür gesorgt, dass ins Grundgesetz nichts hinein kam, was seiner Restitution der parlamentaristisch aufgehübschten Diktatur hätte gefährlich werden können.
Die in diesen Zeiten auch seitens der Kritiker des Corona-Regimes oft bemühte „freiheitlich demokratische Grundordnung“ ist nur eine substanzlose bzw. nach Belieben der Machthaber füllbare Generalformel.
Unzählig sind die Quasi-Verwünschungen des Corona-Regimes, dass dieses „zur Rechenschaft gezogen werden müsse“, die daran Beteiligten sich irgendwann „verantworten müssten“, „Rechtsbruch“, „Rechtsbeugung“ usw. was alles „geahndet werden müsse“. Es wird ganz im Sinne des dreifachen rheinischen Irrealis mit Konjunktiven, unbestimmten Personen und Zeitpunkten nur so um sich geworfen. Das hat in etwa die gleiche persönliche Katharsis wie Fluchen und Schimpfen, aber es bleibt in der Sache erfolgloser Selbstbetrug.

Was bleibt (einem) übrig ?

Damit erschöpft sich im wesentlichen das (Nicht-)Handlungspotential für den einfachen Bürger, der mit dem Corona-Regime nicht einverstanden ist.

„Grey Rock“-Strategie

Aus der Psychologie im Umgang mit Narzisten und Soziopathen denen man sich nicht entziehen kann, kommt die Strategie des „Grey Rock“. Da Emotionen das Hauptproblem sind kann man eine Entemotionalisierung der Beziehung versuchen. Dies ist nicht ohne Risiko, denn das kann das Gegenüber erst recht provozieren und die Verleugnung von Emotionen und Interesse nach außen kann sich auch nach innen auswirken. Das klingt für eine Protestbewegung erst mal schizophren. Schließlich ist praktisch jeder von den Corona-Repressionen betroffen und Emotionen wie im Fall von negativen gegen das Regime und seine Vasallen sind eine wesentliche Triebfeder des Protestes. Und es erfordert ein hohes Maß an Solidarität und Selbstdisziplin das massenmediale Cowboy-und-Indianer-Spiel nicht mehr mitzuspielen. Und letztlich stellt das die Frage der Existenzberechtigung einer solchen Bewegung, die sich ja gerade als Antagonist zum Regime gegründet und positioniert hat. Schwierig ist es daher auch eine solche, existierend Bewegung quasi „umzupolen“ von Konfrontation auf Ignoranz.
Wichtig erscheint mit als erster Schritt das bewußte Abwenden und Entziehen der Aufmerksamkeit von den Protagonisten des Corona-Regimes und eine Hinwendung zu sich selbst als Bewegung z.B. Aufbau von staatlich unabhängigen, privaten Strukturen für Bildung, Beruf, Familie, Freizeit, Kunst, Musik, Tanz, Kultur, Handwerk, Einkauf usw. Die Öffentlichkeitsarbeit sollte den einfachen Bürger ansprechen und ganz gezielt Politiker, (halb-)staatliche Institutionen, Gesetze und Verordnungen, Firmen und Personen, die sich Pro-Corona-Regime positioniert haben, ignorieren. Die Stukturen für eine Gegenöffentlichkeit sind ja schon vorhanden. Nur die Inhalte orientieren sich eben immer noch an dem agenda setting der „Leit(d)medien“. Solange die ARD-Tagesschau auch für die Kritiker der, wenn auch negative Maßstab bleibt, auf den man starrt wie das Kaninchen auf die Schlange, wird es der Maßstab für alle bleiben. Das wäre zumindest mal ein Ansatz in eine andere Richtung, der natürlich nicht so leicht zu verfolgen ist wie eine negative Berichterstattung über die Untaten des Corona-Regimes.

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Gender-Fail des Tages

Ich hatte ja kürzlich den Infosperber schon als Nachfolger von Telepolis quasi über den grünen Klee gelobt. Das war wohl etwas voreilig, denn so ganz ideologiefrei geht es dort wohl auch nicht zu. Speziell um politisch korrektes Gendern scheinen da einige Autoren höchsteifrig bemüht zu sein. Es fängt schon gut an:

Gemäss Einschätzungen von Expertinnen und Experten …

um kurz darauf seinen Höhepunkt zu erreichen:

Allerdings stösst der Plan, das Kühlwasser nach einem Filterungsprozess ins Meer abzuleiten, bei örtlichen Fischerinnen und Fischern sowie bei Landwirtinnen und Landwirten auf grossen Widerstand. Sie befürchten in erster Linie, dass Verbraucherinnen und Verbraucher die Produkte aus der Region meiden könnten. Und sie erhalten Unterstützung von unabhängigen Expertinnen und Experten, die vorschlagen, zusätzliche Lagertanks zu bauen.

Vier Genderdoppelungen in drei aufeinanderfolgenden Sätzen. Respekt! Damit aber noch nicht genug

Die Kritikerinnen und Kritiker …

aber dann, die die gendermäßige Vollbremsung durch fatalen Aufprall:

Wissenschaftler sagen daher, dass jede Menge an Strahlung ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Wissenschaftler! Expertinnen und Experten, Fischerinnen und Fischern, Landwirtinnen und Landwirten, Kritikerinnen und Kritiker, aber keine Wissenschaftlerinnen?
Ich weiß nicht ob der Artikel als Satire gedacht war. Das Thema und der Tenor lassen das eher nicht vermuten.
Also höchstwahrscheinlich einmal mehr am eigenen Anspruch kläglich gescheitert und nicht konsequent durchgehalten. Für mich einmal mehr der Beweis, dass Gendern dem Sprachgefühl zuwider läuft und das selbst den eifrigsten Befürworter, denn gegenüber ihren Gefühlen, sprich unterbewußten Gedanken und was sie einmal als Kinder taradiert gelernt und verunterbewußt haben (oder wer kennt als deutscher Muttersprachler die Grammatikregel „mehr als zweisilbige Verben, die auf -ieren enden, bilden ihr Partizip Perfekt ohne ge- am Anfang“ wenn er nicht Deutsch als Fremdsprache lehrt? und wer hat diese Regel nicht schon mit fünf Jahren perfekt beherrscht?) sind auch diese machtlos.

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Diktatur – nicht erst seit Corona

Für jeden, der nicht politisch vollkommen naiv und mit geschlossenen Augen durchs Leben geht, müsste es eigentlich schon lange eine Binsenweisheit sein, dass dieser und die anderen EU-Staaten, so wie die EU selbst mit Demokratie ungefähr soviel gemein haben wie ein Fisch und ein Fahrrad. Das wird nicht erst seit Corona unter Beweis gestellt, sondern schon lange vorher, auch wenn davon nicht so viele so unmittelbar betroffen waren wie durch die derzeitigen Repressionen durch die Corona-Regime in den diversen Staaten. Und auch jetzt sind es nicht nur die Corona-Repressionen die diesen Staat zur Diktatur machen.

Immer das gleiche Muster: auf staatliches Versagen und Korruption folgt rabulistisch verbrämte Repression gegen die Bürger

Wer die kritische (und unkritische) Rezeption der Corona-Repressionen medial verfolgt sollte längst bemerkt haben, wie eklatantes Staatsversagen von der Politik zunehmende Repressionen gegen die Bevölkerung zur Folge hat und rabulistisch von ersterem abgelenkt und zweiteres pseudo-gerechtfertigt wird, sprich: es wird gelogen und manipuliert, dass sich die Balken biegen.
Dass das alles aber System hat und kein „dummer Pandemiezufall“ (für den die Pläne ja auch schon seit Jahren in der Schublade lagen) zeigt sich wenn man auch mal über den Corona-Tellerrand hinaus schaut, wie z.B. der Umgang mit sogen. „Terroranschlägen“.

Mittlerweile wird zwar immer klarer, dass offenbar haarsträubende Ermittlungsfehler im BVT den Anschlag erst ermöglicht hatten und nicht fehlende digitale Überwachungsbefugnisse. Ob irgendein solcher Zusammenhang zur Tat besteht, ist allerdings unerheblich. In Brüssel wird so ein Anlass seit 25 Jahren mit schnöder Regelmäßigkeit dafür missbraucht, längst geplante Überwachungsvorhaben durchzusetzen. (sehr lesenswerter Artikel³, via heise Forum)

Auf die Anschläge in Wien folgt jetzt prompt die Pervertierung der E2E-Verschlüsselung durch Backdoors und Generalschlüssel

Im EU-Ministerrat wurde binnen fünf Tagen eine Resolution beschlussfertig gemacht, die Plattformbetreiber wie WhatsApp, Signal und Co. künftig dazu verpflichtet, Generalschlüssel zur Überwachbarkeit von E2E-verschlüsselten Chats und Messages anzulegen. (auch fm4.orf.at/stories/3008930/)

Die hinterhältige, rabulistisch Propaganda dazu wird im entsprechenden heise-Artikel deutlicher:

In ihrer gemeinsamen Erklärung zu den jüngsten Terrorattacken etwa in Wien, Paris, Dresden und Nizza betonen sie, dass sich die Mitgliedsstaaten „mit der Frage der Datenverschlüsselung beschäftigen müssen“.

Nur „beschäftigen“ statt „längst beschlossene Sache“

Die zuständigen Behörden müssten imstande sein, „digitale Beweise“ im Einklang mit den Gesetzen zu sammeln und zu verwerten, heißt es in dem Abschlusskommuniqué des informellen, per Video übertragenen Treffens der Innenminister am Freitag

Diese Behörden sind nicht imstande die Beweise zu verwerten, die sie schon ganz ohne Entschlüsselung haben, jedenfalls nicht wenn es um die Verhinderung solcher „Terroranschläge“ geht. Darum geht es aber ja auch gar nicht, sondern um mehr Überwachung der Bürger bzw. sollen diese mehr Angst bekommen, dass das was sie sagen gegen sie verwendet wird und sie deswegen besser den Mund halten. Das Exempel, das die „Five eyes“ gerade an Julian Assange statutieren, dient dem gleichen Abschreckungszweck.

„Die Vertrauenswürdigkeit der auf der Verschlüsselungstechnologie basierenden Produkte und Dienstleistungen muss gewahrt bleiben“, haben die Ressortchefs zwar noch hinzugefügt.

Glatt gelogen, aber lässt die Maßnahme als harmlos erscheinen.

Das Gremium soll demnach erneut unterstreichen, dass „der rechtmäßige Zugang“ zu verschlüsselten Daten „für Strafverfolgungs- und Justizzwecke erhalten bleiben muss“.

„Und was ‚rechtmäßig‘ ist bleibt uns überlassen“. Von dem Versagen eben jener Strafverfolgungs- und Justizbehörden natürlich kein Wort. Dagegen wieder nur ein begründungsloses „muss“. Was bei denen nicht alles „muss“.

Erklärung zu „Sicherheit durch Verschlüsselung und Sicherheit trotz Verschlüsselung“

Perverser geht’s nimmer. Klingt aber gut in Ohren die dazwischen nur ein verdummtes Gehirn haben.

Verschlüsselung sei „ein Anker des Vertrauens in die Digitalisierung“ und sollte gefördert und weiterentwickelt werden, versucht die Bundesregierung in dem zweiten Dokument nun zu beschwichtigen. Kryptographie sei „ein Mittel zum Schutz der Privatsphäre sowie der digitalen Sicherheit von Regierungen, Industrie und Gesellschaft“.
Daneben hebt die Ratsspitze hervor, dass „jede Maßnahme diese Interessen sorgfältig gegeneinander abwägen“ müsse. Zugleich hält sie aber an der Notwendigkeit fest fest, „in einem engen Dialog mit der technologischen Industrie nach technischen Lösungen für den rechtmäßigen Zugang zu verschlüsselten Daten“ zu suchen.

Ja, klar. Alles nicht so böse gemeint. „Wir würden doch nie …“ Rabulistik par excellence.²

Dazu müsse die seit Langem umstrittene Verordnung zum Löschen terroristischer Inhalte binnen mindestens einer Stunde bis spätestens Ende des Jahres stehen, mit der ein Einsatz von Upload-Filtern verknüpft wird.

Auch Upload-Filter werden mit angeblicher „Terrorismusbekämpfung“ scheinlegitimiert. Trifft natürlich auch wieder nur den einfachen Bürger, den man damit zensieren kann.

Dazu passt auch die weitere Meldung
Medienstaatsvertrag und Streamer: Rundfunklizenz ab 20.000 Zuschauern nötig

Du darfst in diesem Land alles sagen, solange es niemanden interessiert

Die meisten Streamer brauchen wohl keine Rundfunklizenz – solange sie durchschnittlich weniger als 20.000 Zuschauer erreichen.
Nicht lizenzpflichtig sind laut Medienstaatsvertrag nämlich Rundfunkprogramme, die „im Durchschnitt von sechs Monaten weniger als 20.000 gleichzeitige Nutzer erreichen oder in ihrer prognostizierten Entwicklung erreichen werden“.

Wer mehr erreicht wird staatlich reglementiert.

Von der Lizenzpflicht befreit sind außerdem Programme, „die nur geringe Bedeutung für die individuelle und öffentliche Meinungsbildung entfalten“.

Und alles was politisch harmlos ist und damit zur Ablenkung, Unterhaltung und Zeit totschlagen bei der Bevölkerung dient, darf aus vollen Rohren weiter senden. Die Blaskapelle neben dem politischen Redner auf seiner Kiste in der Fuzo kann eben nie laut genug spielen. Deutlicher kann es kaum sein, dass es um politische Repression gegen erfolgreiche, aber unliebsame alternative Medien geht. Wer brav ist und die Staatspropaganda verbreitet darf senden, alle anderen wenn sie zu viele Menschen erreichen, nicht.
So funktioniert die institutionelle Diktatur: man darf alles, solange es die Staatsräson nicht gefährdet, also entweder harmlos bzw. staatspropagandapositiv ist oder eben nur ein verschwindend geringer Einfluß (wie dieser Blog).

Was mich nur immer wieder wundert, wie selbst Menschen, die es besser wissen müssten – wie z.B. Teilnehmer im heise-Forum zu o.g. Artikeln – der Rabulistik auf den Leim gehen und die ganzen Lügen sachlich ernst nehmen.
Da frag ich mich: sind die wirklich so blöd oder gehört das zur Ablenkung dazu?

² Für alle die meinen DuckDuckGo sei so viel besser als Tante Zensur-Google: sucht mal in beiden nach //cassiel Rabulistik// und vergleicht.

³ P.S. der Autor Erich Moechel scheint eine interessante Person zu sein. Nicht nur sind seine Artikel als RSS-Feed verfügbar, sondern man kann auch mit ihm verschlüsselt Kontakt aufnehmen und das wohl proaktiv in beide Richtungen wenn er empfiehlt

Sachdienliche Informationen, Metakritiken et al. sind über dieses Formular verschlüsselt und anonym beim Autor einzuwerfen. Wer eine Antwort will, gebe tunlichst eine Kontaktmöglichkeit an.

Im Gegensatz zu manchen anderen scheint hier eine Antwort garantiert.
Und wenn man dieses Formular aufruft steht gleich ganz oben:

Good idea to have JavaScript disabled.

Der Mann scheint sich echt auf der richten Seite des digitalen Grabens zu befinden. Chapeau! Dumm nur, dass man auf der ORF-Seite entweder JavaScript aktivieren oder die CSS-Styles deaktivieren muss um an den Link zum Formular zu kommen.

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