Haben Sie einen Computerführerschein?

Nein? Ich auch nicht!

In Deutschland brauchste für alles was gefährlich ist einen Führerschein, einen Sachkundenachweis, einen Abschluß, eine Ausbildung, ein Studium, eine Schulung, eine Einweisung, ein Fortbildungs-Zertifikat, eine Weiterbildungsmaßnahme und schon in der Grundschule machte man zu meiner Zeit ohne gesetzliche Vorschrift obligatorisch die Fahrradfahrprüfung unter – damals alterentsprechend beeindruckender – polizeilicher Aufsicht und bekam dafür Ausweis und Wimpel – meiner einer sogar den Stoffwimpel da als einziger der Klasse fehlerfrei in Theorie und Praxis.

Aber an einen Computer und das Internet lässt man jeden Depp. Also alles kein Wunder.

Für Elternschaft gilt übrigens das Gleiche: das soll man auch ohne die geringste Ahnung von der Entwicklung von Kindern und ihrer Beziehung zu ihren Eltern einfach können. Entsprechend werden die Erziehungspläne in M$-Windows-Manier ohne Sinn und Verstand zusammengeklickt. Das Ergebnis ist in der Breite ähnlich katastrophal wie bei Computern.

Advertisements
Veröffentlicht unter absoluter wahnsinn | 1 Kommentar

In Deutschland muss es immer erst Tote geben!

Deutschland ist ein Land dessen staatliche und wirtschaftliche Autoritäten erst dann von einem Irrtum Abstand nehmen, wenn es dadurch Tote gibt.
In einem aktuellen Artikel des „Stern“ über den unzulänglichen Brandschutz von S21 wird mal wieder deutlich wie borniert und unbeirrt Staat und Wirtschaft sehenden Auges und schon seit 2001 bekannt die Katastrophe planen und öffentlich schönreden.
Von einer Ausnahme kann da keine Rede sein. Deutschlands Führungseliten brauchten schon zwei Weltkriege mit Millionen von Toten um zwangsweise einzusehen, dass Kriege seit dem 20. Jahrhundert nicht mehr die „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ ist.
Und dass sich am Prinzip „Bittere Erfahrung“ bis heute nichts geändert hat, wird schon seit Jahrzehnten und deutschlandweit weiter demonstriert.
Das kann ich auch aus dem Dunstkreis meiner unmittelbaren Erfahrungsatmosphäre bestätigen. Da werden schlecht einsehbare, aber als abschüssige Rennstrecke ausgelegte Kreuzungen von neuen Umgehungsstraßen als „Unfallgefahr“ geplant. Und nachdem man den Bockmist durch die Landschaft gepflügt und betoniert hat und sich eben genau das rausstellt und dass selbst die übliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70km/h nicht hilft, wird noch ein halber Berg abgetragen und blinkende Leuchtwarnschilder „Unfallgefahr“ aufgestellt.
An einer anderen Kreuzung wurde eine dort endende Überholspur direkt davor gebaut. Nach etlichen Toten durch Raser, die schon im Überholverbot noch mit überhöhter Geschwindigkeit überholten und in kreuzende Fahrzeuge krachten, schlug ein Bürger dem Amt vor doch statt einer Überholspur eine Beschleunigungsspur für Linksabbieger zu machen. Die Reaktion der Verantwortlichen¹ im Amt: „Es ist alles vorschriftstmäßig geplant und gebaut“. Es brauchte noch einige Tote bis die Einsicht kam, dass „vorschriftsmäßig“ nichts mit dem realen Verhalten der Menschen zu tun hat. Die Überholspur wurde in eine Beschleunigungsspur in entgegengesetzter Richtung umgebaut. Seitdem ist nichts mehr passiert.
Und es passiert weiter nichts. Vor allem in den Betonköpfen der Verantwortlichen¹. Und es wird weiter erst Tote geben müssen. Erst dadurch wird der öffentlich-moralische Druck so hoch, dass die Verantwortlichen¹ – aber nur widerwillig und im Einzelfall – zugegeben moralisch falsch gehandelt zu haben und ggf. es real Konsequenzen gibt. Und beim der nächsten Fehlplanung, das gleiche Spiel von vorne. Ja, da ist sie wieder die pure Menschenverachtung mit System in diesem Land für die wohl gleichermaßen gilt: Manche Dinge ändern sich nie und andere noch später.

¹ verantwortlich nur in so fern, dass sie moralisch für die Fehlplanung und Toten verantwortlich sind, aber juristisch keinerlei persönliche Konsequenzen zu fürchten haben, da ja alles nach „Recht und Gesetz“ abgelaufen ist.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Jetzt noch einen Verbrenner kaufen?

Wir kaufen Autos, die wir nicht brauchen
von Geld, das wir nicht haben
um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen

Ferdinand Porsche – Quelle: falsch zugeordnete Zitate

Die Elektromobilität ist in aller Munde. Der Dieselskandal auch. Die Luftbelastung in den Städten auch. Trotzdem sind die Verkaufszahlen der Verbrenner-Autos weiter hoch. Elektroautos spielen weiter nur eine marginale Rolle, was den Gesamtanteil am Markt betrifft. Der Diesel wird weiter als „Übergangstechnologie“ beworben. Alle Automobilhersteller werden wieder nicht müde Elektroautos anzukündigen. Die aktuelle Auswahl ist dagegen noch gering und die Preise nicht unbedingt. Steht nun ein Autokauf an mag der ein oder andere, der nicht vollkommen blind und taub ob dieser Diskussion durch die Welt geht, überlegen: soll ich mir jetzt ein Elektroauto – mit gewissen Einschränkungen – kaufen? oder doch wieder einen Verbrenner in Wunschkonfiguration? Hat die Masse Recht? oder gilt der Russell’sche Ausspruch:
„Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle irren“?

Dazu sollte man verschiedene Überlegungen berücksichtigen:
1. Elektroautos sind deutlich umfreundlicher und effizienter als Verbrennerautos, wenn auch Autofahren per se nicht sehr umweltfreundlich ist. Elektroantrieb und Batterie haben wesentlich geringere Verluste bzw. einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Strom ist problemlos ökologisch und ökonomisch produzierbar.
2. Jeder jetzt neu gekaufte Verbrenner emittiert über seine gesamte Lebensdauer (mindestens 15 Jahre) für jeden gefahrenen Kilometer klimawirksame und gesundheitsschädliche Abgase. Und das selbst ökonomisch ineffizient, denn über 70% der Abgase werden nicht für den Vortrieb, sondern nur für nutzlose Abwärme in die Luft geblasen. Es gibt auch keinen ökonomisch darstellbaren, umweltfreundlichen Kraftstoff sogen. e-Fuels mit dem man den Verbrenner irgendwann wird zumindest klimaneutral betreiben können. Und auch die Abgasproblematik wird immer bleiben, der Aufwand für die Reinigung nur steigen. Derzeit gibt es auch keine verbindlichen Grenzwerte, die in der Realität unter allen Bedingungen eingehalten werden müssen. Die Autolobby hat sich da jede Menge Schlupflöcher lobbyiert, auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit der Menschen. Verbrennerautos sind daher besonders dreckig und das besonders in allen Fahrsituationen, die nicht vom Prüfzyklus erfasst werden, die aber Alltag sind z.B. Vollgas auf der Autobahn, starke Beschleunigungen, tiefe Temperaturen.
3. Die Auswahl an Elektroautos ist noch relativ gering. Nicht für jeden Zweck gibt es ein passendes Elektroauto. Dies wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Die Entwicklung der Elektroautos geht weiter, die Reichweite nimmt zu, die Schnellladezeit wird immer kürzer, die Batterien werden haltbarer und leistungsfähiger und dabei durch Massenfertigung noch günstiger.
4. Ein Neuwagen hat den höchsten Wertverlust in den ersten Jahren. Allein wenn er vom Hof des Händlers rollt, sind schon 20% des Kaufpreises weg. Nach drei Jahren ist er fast nur noch die Hälfte wert.

Was also tun?
Ausgehend von diesen Überlegungen gibt es nur wenige logische Folgerungen:
1. Es gibt ein Elektroauto, das dem Nutzungsprofil entspricht und das Geld ist vorhanden
-> Elektroauto kaufen neu oder gebraucht, je nachdem
2. Es gibt kein Elektroauto, dass dem Nutzungsprofil entspricht und das Geld ist vorhanden
-> Geld zurücklegen und Elektroauto-Entwicklung abwarten. Entweder die alte Karre weiterfahren und ggf. reparieren oder einen verbrauchs- und preisgünstigen Gebrauchten kaufen, der dem Nutzungsprofil entspricht.
3. Es gibt ein Elektroauto, das dem Nutzungsprofil entspricht aber das Geld ist nicht vorhanden
-> Entweder die alte Karre weiterfahren und ggf. reparieren oder einen verbrauchs- und preisgünstigen Gebrauchten kaufen. Elektroauto-Entwicklung abwarten und Geld sparen, insbesondere bei anderen stark umweltbelastenden Aktivitäten z.B. Flugreisen.

In keinem Fall kommt ein neuer Verbrenner dabei heraus. Wertverlust und Umweltbelastung sind einfach zu hoch und ein Gebrauchter tut es immer. Daneben fährt sich ein Elektroauto auch viel besser. Mit einem „neuen“ Gebrauchten und einem Elektroauto der Kompaktklasse kann man natürlich nicht vor den ungeliebten Nachbarn protzen, wenn diese nur mit einem fetten SUV zu beeindrucken sind. Das ist aber kein rationaler Grund für einen Verbrenner-Neuwagenkauf, sondern schlicht verantwortungslose Geld- und Resourcenverschwendung. Es macht auch keinen Sinn einen vermeintlich günstigen neuen Verbrenner zu kaufen z.B. einen Dacia. Der Wertverlust ist zwar absolut geringer als bei einem höherpreisigen Verbrennerneuwagen, aber anteilmäßig ist dieser natürlich genauso hoch und für den gleichen Preis wird man einen höherwertigen Gebrauchten oder einen gebrauchten Dacia deutlich günstiger bekommen, der den größten Wertverlust schon hinter sich hat. Generell lässt sich mit Gebrauchten Geld sparen, das dann für eine spätere größere Investition in ein neues Elektroauto zur Verfügung steht. Außerdem haben Gebrauchte eine kürzere Lebensdauer und werden so die Umwelt nicht mehr so lange belasten, wie ein neuer Verbrenner.

Natürlich gibt es Bedenkenträger, die ihren Verbrenner-Neuwagenkonsum mit z.T. vollkommen absurden Schutzbehauptungen verteidigen:

  1. Wenn keiner neue Verbrenner kauft, gibt es auch keine gebrauchten Verbrenner
    Neue Elektroautos werden auch zu Gebrauchtwagen und es ist natürlich besser ein gebrauchtes Elektroauto als einen gebrauchten Verbrenner zu kaufen. Wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Verbrenner m( Und wer neue Elektroautos kauft, verkauft seinen alten Verbrenner oder Elektroauto. Gegen den Neukauf von Elektroautos spricht ja nichts, außer den generellen Umweltbedenken bzgl. des Autofahrens. Dadurch gibt es nicht weniger Autos, auch Gebrauchte, aber umweltfreundlichere
  2. Den anthropogenen Klimawandel gibt es gar nicht
    Wer natürlich ein Leugner des antropogenen Klimawandels durch Treibhausgasemissionen ist oder x-mal im Jahr im Kerosinbomber um die Welt jettet z.B. nur um für ein paar Stunden an einem Tesla-Event teilzunehmen, der braucht auch kein Elektroauto zu fahren, jedenfalls nicht aus ökologischen Gründen.
  3. Ich will die neusten Assistenzsysteme und die Zuverlässigkeit eines Neuwagen
    Die neusten Assistenzsysteme von heute kriegt man zum einen auch im Elektroauto, zum anderen sind die Assistenzsysteme von heute morgen auch veraltet. Gebrauchte Autos sind nicht weniger verkehrssicher. Ein drei Jahre altes Auto gehört noch nicht zum alten Eisen und ein vertretbarer Kompromiss für mehr Umweltschutz. Je älter natürlich um so besser. Zumindest ist diese Alternative zu prüfen.
  4. Das Problem sind nur die Diesel. Benziner sind sauberer
    Ökonomisch und klimarelevant sind Benziner weit bedenklicher als Diesel. Der Wirkungsgrad ist noch schlechter und auch hier gibt es nur Prüfstandgrenzwerte für die Abgase. Dazu sind die Grenzwerte für Feinstaub wesentlich höher als für Diesel. Die generelle Verbrennerproblematik bleibt.
  5. Es gibt noch keine Kombis und familientaugliche Elektroautos
    Ja, das Angebot an richtigen Elektroautos ist noch sehr überschaubar und deckt nicht jeden Bedarf ab. Aber das ist kein Grund einen neuen(!) Verbrenner zu kaufen. Ein gebrauchter Kombi/Minivan mit vertretbarem Komfortverlust tut es doch auch. Es geht nur noch darum eine Übergangszeit zu überbrücken und mit dem eingesparten Geld kann dann früher ein brauchbares Elektroauto gekauft werden, auch wenn es etwas teurer ist. Das Abwarten lohnt sich.
    Demnächst kommt auch der e-nv200 von Nissan mit der 40kWh-Batterie, den es in der Evalia Variante mit 7 Sitzplätzen gibt, also durchaus familientauglich und Stauraum ohne Ende
  6. Ich warte auf das Brennstoffzellenauto
    Ironischerweise würde sich dann ein neuer Verbrenner lohnen, denn Brennstoffzellenautos wird es auch in 15 Jahren nicht in nennenswerter Menge geben. Das ist immer die große Verheißung der Verbrennerbauer, dass der Verbrenner eine „Übergangstechnologie“ sei, die von der Brennstoffzelle abgelöst wird. Das Dumme daran ist nur, dass die Elektroautos auf der Überholspur sind und schon heute den Brennstoffzellenautos in den Zahlen um drei Größenordnungen voraus sind. Sollten Brennstoffzellenautos (die auch mit einem Elektromotor fahren) wirklich einmal eine Alternative sein, dann besser die nächsten 15 Jahre ein Elektroauto fahren.
  7. Elektroautos haben aufgrund des Fortschritts einen höheren Wertverlust
    Diese Annahme ist nur leider durch nichts begründet. Genauso könnte man sagen, dass Verbrenner aufgrund der veralteten Technologie einen höheren Wertverlust haben. Tatsache ist eher, das ein Tesla wertstabiler ist als ein BMW-Verbrenner in der gleichen Neupreisklasse.
    Elektroautos haben weniger Verschleiß, weniger Reparaturkosten, geringere Unterhaltskosten, ökologischer, ökonomischer, fahren sich besser und die Batterien halten länger als gedacht.
    Das macht sie wesentlich attraktiver, auch als Gebrauchtwagen. Der Fortschritt bei der Entwicklung und Neukauf-Subventionen wirken dem entgegen, was die gebrauchten Elektroautos wieder günstiger macht. Irgendwo wird sich das ausgleichen.
  8. Elektroautos sind nicht ökologischer/ökonomischer/ethischer als Verbrenner
    Es kursieren in der Systempresse und im Internet die absurdesten negativen Annahmen gegenüber Elektroautos, wie dass ein Elektroauto 8 Jahre fahren müsste um in den positiven Bereich zu kommen, oder dass ethisch bedenkliche Rohstoffe für die Batterie eingesetzt werden, oder dass der Strommix auch dreckig sei und und und. Allen gemeinsam sind absurd gewählte Randbedingungen, die nicht der Realität entsprechen. Tesla gibt auf seine Batterien über 1 Million km Garantie und auch die Erfahrungswerte mit anderen Elektroautos ergeben eine wesentlich geringere Degradation als erwartet. Li-Ionen-Batterien halten bei guter Pflege deutlich länger. Selbst Handybatterien von 2004 arbeiten heute noch einwandfrei, so sie nicht regelmäßig tiefentladen werden. Elektroautos pflegen ihre Batterien aktiv und noch besser als vor 10 Jahren die Handys. Auch wird regelmäßig übersehen wieviel bedenklicher der Rohstoff- und Resourcenverbrauch für Verbrenner ist – ökologisch, ökonomisch und ethisch. Ein Verbrenner fährt nie seinen CO2-Fußabdruck heraus, er macht ihn nur größer. Ein Verbrenner ist immer verschwenderisch mit dem wertvollen, fossilen Öl, egal ob ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger beim Wirkungsgrad. Und Öl wird immer ethisch und ökologisch bedenklich gewonnen. Dafür werden Kriege geführt, Diktaturen unterstützt und Menschenrechte verletzt. Und das fossile Öl einmal verbrannt ist weg. Alle Materialen im Autoakku sind bis auf ein paar Liter Elektrolyt recyclingfähig und gehen nicht verloren, so der Akku mal sein Lebensende – evtl. sogar ein 2. Leben als stationärer Energiespeicher – erreicht hat. usw. usw. Die Betrachtungen der Elektroautogegner sind immer extrem einseitig. Sie blenden die vielen Probleme des Verbrenners einfach aus und suchen beim Elektroauto in den Krümeln.

Angesichts dessen ist es mir unverständlich und verantwortungslos dass noch so viele neue Verbrenner gekauft werden. Dass so viele es trotzdem noch tun, führe ich nicht nur auf Unwissen und zu billigen, fossilen Kraftstoff zurück, sondern auf zu viel Geld und generelle Verantwortungs-, Gewissen- und Gedankenlosigkeit der Neuwagenkäufer. Man kann auch sagen: Dummheit gepaart mit Egoismus. Wenn dann noch Uneinsichtigkeit dazu kommt, dann sind diese Leute auch noch stolz darauf, dass sie die Umwelt zugrunde richten. Und besonders scheinheilig wird es, wenn diese sich noch als Umweltschützer verstehen, und stolz aufs Müll trennen und dass sie drei Plastiktüten beim Einkauf sparen sind m( Ja, schlimmer geht’s immer.

Veröffentlicht unter normaler wahnsinn | 3 Kommentare

Bent Übel¹ – der Experten-Experte

oder: das Psychogramm eines rhetorischen Brunnenvergifters

Falsch zugeordnete Zitate:

Was ich selber denk und tu,
trau ich auch allen andern zu.

Bent Übel¹

Es ist mal wieder soweit. Ich habe das dringende Bedürfnis jemanden ad hominem übelst zu beschimpfen und ein neues Psychogramm zu erstellen. Mein williges Opfer: Bent Übel¹, ein Vertreter der Lügenpresse des sogen. „Qualitätsjournalismus“ und zwar von der übelsten Sorte. Er eignet sich hervorragend die Methoden und Abgründe dieses sogen. „Qualitätsjournalismus“ zu demonstrieren und zu demontieren. Ja, niemand ist unnütz: er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

Bent Übel¹ schreibt als „Journalist“/Blogger nicht nur für so „namhafte“ Magazine wie den Focus (Burda Media) oder Werben&Verkaufen („für Marketingentscheider und Werber“) sondern auch als sogen. „Head of Social & Community, Director of Development“ für ein Blog das sich selbsterklärt mit mobiler Computernutzung („Mobile Computing“) befasst. In dieser Rolle schreibt er auch des öfteren über Tesla, die Firma an sich und ihre Fahrzeuge. Schon ein quick&dirty googeln zum Stichwort „Tesla“ in Verbindung mit dem Namen des Autors und des Blogs ergibt eine frappierend lange Liste negativer Schlagzeilen zu Tesla:

Tesla gibt Unterlassungserklärung ab [Verdacht auf Subventionsbetrug]
Sind Teslas Produktionsprobleme viel größer als vermutet?
Autopilot: Teslas Chef-Ingenieure warnten Elon Musk frühzeitig vor falschen Versprechungen
Tesla und Mobileye: Streit der Autopilot-Partner eskaliert
Tesla verliert seinen Akku-Chefentwickler
Model 3 Produktion: hat Tesla (wieder) einfach gelogen?
Darum ist ein fetter Tesla (nach 12 Jahren) sauberer als ein kleiner Ford
Tesla “Semi”: Warum dieser Elektro-Truck vielleicht nie erscheinen wird
Tesla entlässt weitaus mehr Mitarbeiter als erwartet
Teslas Autopilot soll (Update: *nicht*) Schuld an einem Überschlag sein
Warum mir der Gottkomplex von Elon Musk so auf den Sack geht
Sammelklage: Ist Teslas Autopilot nur „Vaporware“?
Teslas „Autopilot“ sollte verboten werden
Tesla Model 3: Enttäuschende Energiedichte der Akkuzellen, oder Upgrade-Geschäftsmodell?
Tesla verklagt früheren Chef der „Autopilot“-Entwicklung
Tesla Model S: BASt-Gutachten empfiehlt die sofortige Stilllegung
Tesla hat ein Problem: Hersteller sollen für autonome Autos haften
Rekordverlust, „echte“ Serienfertigung erst 2018: Tesla gerät ins Trudeln
Tesla trickst sich zum Quartalsgewinn *Update*
Umweltsau Tesla? 17 Tonnen CO2 bei der Produktion der Akkus? Es ist komplizierter …

Auffallend sind neben den reisserischen Schlagzeilen die immer düsteren, zweifelnden Zukunfts-Prognosen was Tesla und seine Produkte angeht. Eine als FUD (fear, uncertainty, doubt) bekannte Strategie. Ausnahmsweise ein Zitat aus Wikedpedia:

Als Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für Furcht, Ungewissheit und Zweifel), meist abgekürzt als FUD, wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere, wenn dieser bislang ein gutes Image hat.

Hm, tja, Tesla hat inzwischen ein mit Apple vergleichbares Image. Tesla stellt nicht nur schnelle Autos her und der Börsenkurs explodiert, kaum einen anderen Autohersteller kann derzeit diese Form von Aufmerksamkeit auf sich vereinen, was sicherlich auch am Selbstverständnis von Tesla liegt, das mehr einer IT-Firma als einem Autohersteller gleicht.
Dass Tesla sich damit auf Seiten der traditionellen Autohersteller, die sich am Verbrennermotor festklammern, nicht nur Freunde macht, verwundert da kaum. Nicht nur Vorstandsmitglieder „namhafter“ Autohersteller lassen sich schon mal zu verbalen Entgleisungen über Tesla hinreißen, es liegt auch Nahe, dass sich seitens der von Monopolen dominierten Presselandschaft bezahlte Mietmäuler finden, die mit der FUD-Strategie am Image von Tesla sägen. Sehr deutlich wurde das in der tendenziös verzerrenden Wiedergabe der sogen. „schwedischen Studie“ zur Elektromobilität. Praktisch die komplette Systempresse kolportierte unkritisch oder ohne differenziert hinterfragend, dass sich ein Tesla erst nach 8 Jahren ökologisch rechnen würden, obwohl das in der besagten Studie gar nicht so drin stand.
Mit dabei an vorderster Front – oh, Wunder – der Focus und alles aus dem Hause Burda, die SHZ-Gruppe und alle anderen „üblichen Verdächtigen“ (Süddeutsche, Spiegel etc.)
Und auch Bent Übel¹ lässt es sich nicht nehmen Tesla als „Umweltsau“ zu beschimpfen, natürlich mit Fragezeichen dahinter. FUD eben. Nicht wirklich beleidigend oder anderweitig justiziabel, aber nicht minder niederträchtig und rabulistisch. Und natürlich kennt Bent Übel¹ auch den beliebten „qualitätsjournalistischen“ Trick: die Propaganda in die Schlagzeile, den Journalismus in den letzten Satz. Leider hatte er es wohl damit wohl in der Hitze des FUD-Gefechts manchmal übertrieben mit den Vorverurteilungen von Tesla, dass er die Schlagzeile „nachbessern“ musste.

Tja, und dann kommen da zwei Betreiber eines Podcasts zur Elektromobilität, beide Tesla-Fahrer, daher und streuen gleichermaßen Gegengerüchte ob denn besagter Bent Übel¹ nicht möglicherweise von der Gegenseite gekauft sein könnte. Die Retourkutsche von Bent Übel¹ liess nicht lange auf sich warten.
„Getroffener Hund bellt“ sagt man bei uns und es ist eben schon bitter das eigene Schlangenöl (snake oil) schlucken zu müssen. In der Folge entwickelte sich eine Art Schlammschlacht zwischen den Kontrahenten, die bisher in einem Artikel von Bent Übel¹ vom 15.12.2017 gipfelte worin er den Bloggern eine Moralpredigt erster Kajüte hält und ihnen alles das vorwirft, was er sich selbst hemmungslos und ungestraft heraus nimmt. Für manche ist eben eine Moral zu wenig. Es muss schon eine Doppelmoral sein.
Höhepunkt des Rants von Bent Übel¹ ist der Vorwurf der „üblen Nachrede“ an die Podcastbetreiber, während sein eigener Artikel nur so davon strotz.

Niveau von Lügenpresse-Schildchenschwenker
üble Nachrede
hingerotzte Unterstellung
Fanboys

Dass er selbst die Methoden anwendet, die er den Podcastbetreibern vorwirft, sieht Bent Übel¹ natürlich nicht. Selbstkritik und Selbstreflektivität ist wohl ein Fremdwort für ihn. Ja, hiermit greife ich explizit und bewußt die „Integrität und Reputation“ von Bent Übel¹ und allen seinen FUD-Genossen im Geiste an. Darüber kann er sich noch so sehr beschweren wie er will. Das ist meine gut begründete Meinung und die lasse ich mir von niemandem nehmen, erst Recht nicht von einem dahergelaufenen Universaldilletanten.

Zwischendurch spielt Bent Übel¹ seine FUD-Kampagne gegen Tesla als „gelegentliche Kritik“ (er meinte wohl eher „fast ausschließlich diffamierende Schreibe“ gegen Tesla) und nur „unliebsame Berichterstattung“ (statt FUD) herunter, und dass er herzlich lachen könne, da er sogar ein Befürworter, dieser Technologie sei. Wer’s glaubt wird selig.
Die einzige positive Tesla-Schlagzeile die ich von ihm gefunden habe

Teslas Model X erhält die beste jemals erzielte NHTSA-Bewertung aller SUV

Größenwahnsinnig wird es wenn Bent Übel¹ über die Podcastbetreiber als der „Arroganz der selbsternannten ‚Experten'“ spricht bzw. diesen dies unterstellt. Dabei nimmt er nur ein paar Zeilen später für sich selbst gleichermaßen arrogant in Anspruch zu wissen was „anerkannte Experten“ sind.
Bent Übel¹ als selbsternannter Experten-Experte. Natürlich sind nur solche „anerkannte Experten“, die seine FUD-Kampagne unterstützen bzw. deren Aussagen man leicht dazu verdrehen kann. Vielleicht sollte Bent Übel¹ die vermeintlich hohen Maßstäbe, die er an andere anzulegen vorgibt, zuerst bei sich selbst anlegen?
Und dann nimmt er auch noch das Wort „Verantwortung“ in den Mund.
Ja, von sich auf andere schließen, das ist das einzige was Bent Übel¹ wirklich kann. Nicht nur vielleicht.

Am Rande bemerkt: Bent Übel¹ zitiert sogar Horst Lügning, den er als „Klimawandel-Leugner und neoliberale Europakritiker“ sowie „Star“ der Tesla-Szene bezeichnet. Natürlich als weiteres negatives Fanboy-Lügenpresse-Schildschwenker-Beispiel. Zu Lüning habe ich mich ja schon ausführlich und eigentlich abschließend geäußert. Ich hätte es mir aber niemals träumen lassen, dass ich Opa Lüning und seine Märchenstunde einmal in Schutz nehmen würde (müssen). Denn das ist genau das was Bent Übel¹ allen außer sich vorwirft: üble Nachrede. Hätte er geschrieben „Klima-Leugner“ hätte ich das ja noch als Verkürzung durchgehen lassen. Aber es musste ja ein „Klimawandel-Leugner“ sein. Wer Lünings youtube-Videos zum Thema gesehen hat (Bent Übel¹ offensichtlich nicht oder nur oberflächlich-schlampert wie alle seine Artikel), der weiß: Lüning leugnet den Klimawandel nicht, er leugnet, dass die Treibhausgasemissionen des Menschen einen signifikanten Anteil daran haben und dass der sogen. „atmosphärische Treibhauseffekt“ existent ist, da dies dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik widerspräche. Der aktuelle Klimawandel wäre alles nur Effekte durch die Sonnenaktivität. Gut, alles widerlegt und ad absurdum geführt, aber Lüning als „Klimawandel-Leugner“ zu bezeichnen ist definitiv falsch. Wenn schon denn schon: Leugner des antropogen verursachten Klimawandels durch Treibhausgasemissionen. Angesichts des selbstgestellten Anspruchs von Bent Übel¹ darf man also erhebliche Zweifel an der journalistischen Sorgfalt, die er bei seiner „gelegentlichen Kritik“ an Tesla übt, haben.

Und wie einseitig Bent Übel¹ bei seiner Auswahl der Experten bzw. dessen was sie von sich geben ist, mag der von ihm angeführte Bernhard Pörksen dienen, den er bezeichnenderweise nicht wörtlich zitiert, wo er doch sonst alle anderen insbesondere seine publizistischen Opfer gerne wörtlich zitiert. Auch keine Quellenangabe, denn dann könnte man das ja nachprüfen was er über seine „Experten“ behauptet.
Statt wo und wem dieser angeblich 2015 den Begriff der „Lügenpresse“ – den nur er den Podcastbetreibern in Form der „Lügenpresse-Schildchenschwenker“ vorgeworfen hat, nicht diese ihm – zugeordnet hat, hätte er mal besser das Interview-Buch von Pörksen mit Heinz v. Foerster „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ gelesen. Na, gut, wahrscheinlich hätte er es eh nicht verstanden oder als nicht hilfreich für seinen „Qualitätsjournalismus“ gefunden.

Abschließend kann vor Leuten wie Bent Übel¹ nur gewarnt werden. Angeblich haben sich die „Lügenpresse-Schildchenschwenker“ mit ihm geeinigt „baldmöglichst miteinander und nicht übereinander sprechen“, was aber angeblich aus Termingründen noch nicht möglich war. Davor kann ich, nachdem Bent Übel¹ nun schon in zwei Artikeln als Reaktion auf zwei Podcastbeiträge zum Thema und nach der angeblichen Vermittlungsvereinbarung die „Lügenpresse-Schildchenschwenker“-Keule wiederholt ausgepackt hat und statt zu deeskalieren nur weiter Öl ins Feuer gegossen hat, nur abraten. Mit FUD-Leuten wie Bent Übel¹ kann man nicht vernünftig sprechen, sondern nur über sie und selbst das sollte man in der Regel besser bleiben lassen und ihnen nicht noch mehr Aufmerksamkeit schenken als unbedingt notwendig. Letzteres erschien mir hier notwendig, aber damit ist der Fall Bent Übel¹ für mich auch gleichermaßen abgehakt, so wie der gleichermaßen hoffnungslose, aber vollkommen anders gelagerte Fall Lüning.

Disclaimer: nein, ich fahre selbst keinen Tesla, stehe der Elektromobilität aufgeschlossen gegenüber und besitze ein Pedelec und demnächst ein Elektroauto eines „namhaften“ deutschen Herstellers. Nicht weil ich so besonders begeistert von diesem und insbesondere seines Managements wäre, sondern weil mich Tesla wiederholt als potentiellem Kunden enttäuscht hat, aber aus ganz anderem Grund als den von Bent Übel¹ vorgeschobenen Pseudo-Argumenten. Ich hätte ein Model 3 gerne gekauft und auch noch mal 2 Jahre Wartezeit auf ein ausgereiftes Elektroauto in Kauf genommen, aber dass das nichts wird, hat sich Tesla selbst zuzuschreiben, wenn sie konkrete Versprechungen machen und dann diese nicht einhalten. Das wäre mal berichtenswert gewesen, aber Bent Übel¹ geht es ja nicht um die Interessen der Kunden, sondern darum Tesla möglichst breit schlecht zu reden und spezielle Fälle eignen sich für eine reisserische FUD-Kampagne nicht.
Dann wird es eben das kleinere Übel und Elektroauto eines wirklichen Skandal-Konzerns, schlicht weil es das bietet was Tesla mir nicht bieten will bzw. zumindest die Möglichkeit dazu. Ich sehe Tesla also durchaus kritisch und kaufe deren Autos nicht unbesehen sondern hinsichtlich meiner Bedürfnisse.

¹Name von der Redaktion geändert

Veröffentlicht unter normaler wahnsinn | 5 Kommentare

Bahnsinn

Ohne weiteren Kommentar, die Kommentare zu „Bahnpannen wegen ETCS?“

Veröffentlicht unter normaler wahnsinn | Kommentar hinterlassen

Ablichten Kopieren Fotografieren Scannen von Ausweisdokumenten

Was viele (mich bisher eingeschlossen) noch nicht wissen ist, dass seit dem 2017-07-15 eine Gesetzesänderung gilt, die das Ablichten von Ausweisdokumenten wie Personalausweis und Reisepass neu regelt. datenschutzbeauftragter-info.de hat seine Information dazu „Wann ist das kopieren des Personalausweises erlaubt? auch erst am 2017-09-01 angepasst und ich habe es auch erst jetzt gelesen.

Kurz zusammengefasst: was vorher verbotene, aber gängige Praxis war ist jetzt erlaubt. Unter „Ablichten“ fällt alles wie Kopieren, Fotografieren und Scannen. Genaueres zum Gesetzestext und der Gesetzesbegründung im Artikel von datenschutzbeauftragter-info.de.

Es ist jetzt also legal eine Ausweiskopie zwecks Authentifizierung z.B. für den neuen Ausweiszwang für Prepaid-Karten zu erstellen und einer Firma auszuhändigen.

Der Tragweite dieser Gesetzesänderung ist sich allerdings auch datenschutzbeauftragter-info.de nicht bewußt: wie kann etwas was vorher illegal war auf einmal problemlos legal sein? Hatte das Verbot vorher nicht einen guten (Datenschutz-)Grund?

Ja, den hatte es: Ausweise sind (immer noch) hoheitliche Dokumente, die nicht vervielfältigt werden dürfen. Es darf für eine Person nur ein bestimmtes Ausweisdokument geben und das auch nur von dieser Person benutzt werden darf. Gerät der Ausweis oder von diesem nicht unterscheidbare Kopien in falsche Hände können z.B. Dritte im Namen des Ausweisinhabers Verträge abschließen oder sich als der Ausweisinhaber ausgeben und Straftaten begehen z.B. Betrug oder eine auf den Ausweisinhaber freigeschalten Prepaid-Karte zur Durchführung von Straftaten im Bereich der organisierten Kriminalität benutzen. Falls das passiert, dann hat der Ausweisinhaber ein Problem, denn er steht dann als erster unter Tatverdacht oder Beihilfe dazu. Soviel zu „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“.

Die bisherige restriktive Regelung zur Kopie und das komplette Verbot des Scannens, sprich digitalen Erfassens, diente also dem Schutz des Bürgers. Gerade der Scan eines Ausweises, der in der Kundendatenbank einer Firma gespeichert wird, stellt im Falle eines Hacks der Datenbank von über Computernetzwerke (mit Viren, Würmer infizierte E-Mails, Sicherheitslücken in Routern, Servern, Firewalls, Browsern und Betriebssystemen (M$ Windows!!!) ) eindringenden Kriminellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar, da die Scan-Daten dann problemlos kopiert und zu weiteren kriminellen Zwecken benutzt werden können. Letzteres ist nach wie vor an der Tagesordnung und das selbst bei global playern des Internets wie ebay, paypal, yahoo usw.
Durch das Verbot des Scannens war der Bürger grundsätzlich vor Missbrauch geschützt bzw. konnte sich auf dieses Verbot berufen (auch wenn es leider viel zu oft illegale Praxis war Ausweise nach belieben abzulichten). Es war auch nicht nur der Bürger der illegal handelte sondern auch die Firma oder Institution, die ihm dieses illegale Handeln abverlangte.

Die neue „Was vorher illegal ist jetzt legal“-Regelung stellt diesen Schutz auf den Kopf bzw. hebt ihn komplett auf. Es ist für Firmen und Institutionen jetzt nicht mehr illegal Ausweise abzulichten bzw. solche Ablichtungen vom Kunden bzw. Bürger einzufordern. Und auch der Bürger darf dies jetzt tun.
Das Problem: es gibt jetzt keinen Schutz des Bürgers mehr davor, dass mit seiner Ablichtung Schindluder getrieben wird oder diese zu kriminellen Zwecken missbraucht wird. Die Ratschläge in der Gesetzesbegründung die Ablichtung als Kopie zu kennzeichen sind ein schlechter Witz.
Wenn eine Firma eine Graustufen- oder s/w-Kopie auf der „Kopie“ steht als Authentifizierung anerkennt, dann tut das eine andere Firma auch mit einer originalgetreuen Kopie dieser Kopie. m(
Da sieht man mal wieder, dass diese Gesetzesänderung von Parlament-Ariern beschlossen wurde für die Computer und das Internet immer noch „Neuland“ sind. Dummheit pur auf teuren Parlamentssesseln und auch noch mit fetten Diäten und Pensionsansprüchen für den Mist den sie verzapfen!
Das Fazit von datenschutzbeauftragter-info.de

Gelungene Gesetzesänderung – auch im Sinne des Datenschutzes

Der Gesetzgeber hat mit dieser Anpassung an die seit langem gängige Praxis seinen Bürgern, den Behörden und sich selbst einen praktischen Gefallen erwiesen. Unsicherheiten im Umgang mit Ablichtungen sollten nun weitestgehend der Vergangenheit angehören. Auch die explizit aufgenommene Regelung, bestimmte Stellen der Ablichtung unkenntlich machen zu können, wird im Sinne des Datenschutzes begrüßt.

kann da nur als komplett naiv und inkompetent beurteilt werden. Den Firmen und Behörden wurde ein Gefallen getan, dem Datenschutz und den Bürgern, die jetzt das alleinige Missbrauchs-Risiko tragen, nicht. Einmal mehr von unseren Wirtschaftsmarionetten der Berliner Puppenkiste.

Und die Firmen und Institutionen machen bereits exzessiv von den neuen Möglichkeiten Gebrauch und nötigen Kunden immer öfter zu Ablichtungen ihres Ausweises, auch weil eben immer mehr Verträge und Authentifizierungen online ablaufen.

Was also tun, wenn man für einen Online-Vertragsabschluß oder eine neue Prepaid-Karte eine Ablichtung seines Perso abgeben soll? Wie soll ein normaler Bürger sicherstellen, dass diese Kopie seines Ausweises garantiert und ausschließlich für diesen einen Authentifizierungszweck verwendet wird? Eine persönliche digitale Signatur, die von einer staatlichen Meldebehörde signiert ist, wäre prinzipiell wesentlich sicherer, aber hier werden staatlicherseits meist mehr neue Sicherheitslücken aufgerissen, als dass mehr Sicherheit für den Bürger entsteht. Und auch der unbedarfte Bürger weiß nicht recht mit Verschlüsselungssoftware umzugehen.

Aber es gibt eine Lösung. Vorweg: absolute Sicherheit gibt es nicht und auch diese Lösung stellt nur eine einigermaßen sichere Lösung des Problems dar:

Ablichtung selbst(!) mit spezifischem Wasserzeichen versehen

Wasserzeichen kennt man von den Geldscheinen her. Sie erhöhen die Fälschungssicherheit von Geldscheinen. Mit einem aktuellen Grafikprogramm z.B. der freien Software GIMP kann man Fotos und Scans mit einem Wasserzeichen versehen. Anleitungen dazu gibt es auf youtube. Stichwort: GIMP Watermark
Für eine Ablichtung, die weitergegeben werden soll, muss dieses Wasserzeichen nun spezifisch für den vorgesehenen einmaligen Zweck gestaltet werden. Man nimmt daher einen eineindeutigen Text, der diesen Zweck beschreibt z.B.
„Kopie für Musterfirma – Vertragsnummer 123456789 – Datum 2017-11-09“
Das Ergebnis könnte so aussehen:

Wichtig dabei:

  • Ablichtung in Graustufen (dass keine kriminell lohnenswerteren, originalähnlichen Kopien erstellt werden können)
  • Für die Authentifizierung nicht notwendige Daten schwärzen (Grundsatz der Datensparsamkeit)
  • Wasserzeichentext schräg und wiederholt über die Ablichtung
  • Erstellen Sie die Ablichtung Ihres Ausweises, die Sie weitergeben, unbedingt selbst an einem Computer der sicher oder vom Netzwerk dauerhaft getrennt ist. Geben Sie niemandem über ein Computernetzwerk die Ablichtungs-Rohdaten Ihres Ausweises, damit er eine Kopie für Sie erstellt. Geben Sie auch niemandem, den sie nicht persönlich kennen und von dem Sie nicht sicher wissen, dass er eine sicher obfuskierte Ablichtung in dem hier beschriebenen Sinn erstellt, direkt Ihren Ausweis!
    Es empfiehlt sich eine Ablichtungs-Vorlage zu erstellen, die an sicherem Ort gespeichert wird und von der sich schnell derart obfuskierte, zweckgebundene Kopien erstellen lassen.

Wie gesagt stellt dies keinen absoluten Schutz und nur eine Obfuskierung/Erschwernis dar, aber es erhöht den Fälschungsaufwand doch erheblich, dass Aufwand und Nutzen für einen Kriminellen wahrscheinlich in keinem Verhältnis mehr stehen.

Man könnte die obfuskierte Ablichtung auch noch digital signiert versenden, was sie im Prinzip zu 100% fälschungssicher macht, aber dazu muss man sich mit Verschlüsselungssoftware wie z.B. PGP oder GnuPG auskennen. Auch wenn der Empfänger die Signatur mangels IT-Sachkompetenz nicht lesen kann, ist es sinnvoll dies immer zu tun, wenn man es kann, denn so lassen sich im Zweifelsfall Fälschungen für Sie leichter als solche nachweisen.

Veröffentlicht unter normaler wahnsinn | 4 Kommentare

Abgrundtiefe Menschenverachtung mit System

Man kann über Herrn Kachelmann geteilter Meinung sein. Man kann auch über seine Website und seinen schwer zu kommentierenden Blog geteilter Meinung sein (mein Kommentar verschwand im Nirvana). Man kann auch feststellen, dass sieben Tote durch einen nicht alltäglichen Sturm nicht mal so viele sind wie Tag für Tag durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen, was auch keinen juckt, ebenso wie die 50 Toten täglich durch Ärztepfusch, wovon 25 vermeidbar wären (lt. AOK) (vgl. Und auch heute wieder) oder gar die 600 Krebstoten am Tag.
Aber es ist schwer zu leugnen, dass die in seinem Beitrag Sturm Xavier – wie Medien Menschen auf dem Gewissen haben: Nichtstun tötet. beschriebene Menschenverachtung durch die Massenverdummungsmaden, insbesondere die mit GEZ-Schutzgeld, pardon „Demokratieabgabe“ verzogenen öffentlich-schrecklichen, kein Einzelfall wie Sturm Xavier oder ein einmaliger sich nicht wiederholender Skandal ist, sondern dass diese Menschenverachtung System hat. Der Fall Xavier und die Wetterberichterstattung der öffentlich-schrecklichen Medien sind nur symptomatisch und repräsentativ für diese Menschenverachtung in den Redaktionen und Führungsetagen der Sender. Dort sitzen die Leute, die entweder schon immer kein Gewissen hatten und auch ihre Großmutter skrupellos an den Teufel verkaufen oder denen der preussische Beamte wie ein Besenstiel im Kreuz steckt und der als Schreibtischtäter per Federstrich die Todesurteile formal und „rechtlich“ korrekt unterzeichnet. Kachelmann beschreibt am Beispiel der verharmlosenden, irreführenden, Tote billigend in Kauf nehmenden (egal ob bewußt oder unbewußt) Wetterberichterstattung, der die Zahl der durch Xavier herabstürzenden Blätter wichtiger ist als eine Warnung der Menschen vor herabstürzenden Bäumen, – wohl aus eigener Erfahrung mit diesen Medien – die Hintergründe dieser Menschenverachtung. Den Leuten dort sind die Menschen vollkommen egal. Was zählt ist Quote und dass das Zuschauervieh nicht zur Konkurrenz geht. Man kann auch sagen: es geht nur um Macht und Geld, nicht um eine Information der Menschen, nicht mal eine im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige „Grundversorgung“ damit, womit die allgemeinen Zwangsbeiträge zur Finanzierung der öffentlich-schrecklichen Irrenanstalten (dieser Begriff wird immer passender) ja auch immer legitimiert werden sollen. Im Fall der öffentlich-schrecklichen Sender ist dies daher moralisch besonders verwerflich. Bei den privaten Sendern ist das Profitstreben ja klar Programm. Aber hier wie dort wird klar: wenn etwas vermeintlich humanitäres, menschenfreundliches im Fernsehen geschieht – sofern das was im Fernsehen geschieht überhaupt etwas mit sowas wie „Realität“ zu tun hat – z.B. die alljährlichen Spendengalas und -marathons vor Weihnachten, dann kann man sicher sein, dass es dabei nicht um oder für das Wohl der Menschen geht, sondern um die Quote und damit ums Geld (für die Sender).

Und dass das Ganze eben System hat, ist auch der Knackpunkt. Es sind nicht nur die sieben Tote, die den Verantwortlichen in den Sendern egal sind. Wir alle sind denen sowas von egal. Und damit trifft und betrifft deren Menschenverachtung auch alle. Es hätte jeden Menschen treffen können und es wäre ihnen egal gewesen bzw. hätten sie daraus auch noch Profit geschlagen.
Die Toten sind ihnen sogar noch willkommen, denn das bringt dann in der Berichterstattung hinterher noch mal Quote, quasi doppelt absahnen: vorher Quote machen durch nicht unattraktive Kassandrarufe senden, sondern weichgespülten, locker flockig hippe Wettershow mit dollen Animationen und im Zeitplan des Senders. Und hinterher mit den vermeidbaren Toten noch mal Voyeur-Quote machen. Selbstkritische Reflexion? ob nicht eine eigene Mitschuld vorliegt? Fehlanzeige!

Ja, es wird auch ein ganz spezieller Menschenschlag mit diesem Format-Programm bedient: der voyeuristische Couch-Potatoe, dem seine Mitmenschen gleichermaßen egal sind. Wie de Herr so’s G’scherr, wie man bei uns sagt.
Und wie’s G’scherr so de Herr: denn diese ganzen menschenverachtenden Redakteure, Journalisten und Intendanten in den Sendern, werden von ebenso menschenverachtenden Politikern auch noch gedeckt. Diese haben auch nicht das Wohl der Menschen im Sinn, sondern ihren eigenen Profit auf Kosten der Menschen. Humanitäres Geschwurbel und Aktionismus sind nur verlogenes Mittel zum Zweck, auch um das Volk gefügig zu halten. Mehr als „Brot und Spiele“ steht nicht dahinter. Menschenrechte? Würde des Menschen? oder gar eine von Herzen kommende menschenfreundliche Grundhaltung? In your face! Alles nur wohlfeiles Geschwafel, Volksverarschung pur. Eigentlich eine Kriegserklärung an die Menschen. Wer kritisch denkt und noch zumindest eine Rest Selbstachtung als mündiger Bürger besitzt, der muss sich dagegen wehren.
Vertrauen ist gut? Kontrolle ist besser? Vertrauen kann man schon gar keins mehr haben. (Direkt-)Demokratische Kontrolle des Staates und alles was an diesem Klüngel dranhängt durch die Bürger tut Not. Erst wenn die Macht bei den Bürgern und in (direkt-)demokratisch geordneten Bahnen liegt und das Volk auf allen politischen Ebenen immer das letzte Wort hat (so wie es für die Schweizer selbstverständlich ist) dann besteht überhaupt nur die Chance, dass Politik und Medienpolitik insbesondere in vom Bürger finanzierten Medien, im Sinne der Menschen gemacht wird.

Ceterum censeo:
Und das alles ca. 2000 Jahre nachdem jemand dafür an einen Baumstamm genagelt wurde, nur weil er gesagt hatte, wie phantastisch er sich das vorstelle, wenn die Menschen ausnahmsweise einmal nett zueinander wären.

Veröffentlicht unter absoluter wahnsinn, normaler wahnsinn | 1 Kommentar