Von der Kunst Fragen zu stellen

Wenn wir Fragen stellen ist es nicht immer sinnvoll die letzten 500
Jahre zu betrachten, sondern häufig sinnvoll den Beginn zu betrachten.
Wann fängt sowas in der Menschheit an: arm und reich, Steuern, Armeen.
Wenn man es am Beginn versteht, versteht man den Fortlauf viel besser,
als wenn man die Sachen nur aus unserer Zeitschicht betrachtet.
Deswegen ist Archäologie und Prähistorik nicht nur unterhaltsam,
sondern auch so wichtig.

Der RSS-Feed des Astrodicticum Simplex Blogs rangiert bei mir in der Kategorie „Unterhaltung“. Der Autor jenes Blogs hat in den letzten Wochen in 21 lesenswerten Beiträgen einen Abriß über das wohl ebenfalls lesenswerte Buch der Autoren Harald Meller und Kai Michel über die Himmelsscheibe von Nebra gegeben. Bis zum Ende des letzten Teils war es für mich als studiertem Naturwissenschaftler bloss interessant und unterhaltsam, aber jetzt nicht wirklich wichtig, im Sinne einer gar politischen Relevanz für uns heute. Das hat sich erst geändert als ich mir die „Buchbesprechung“ mit Harald Meller selbst angesehen und -gehört habe, obwohl davor mit TLDR gewarnt wurde. Darin sprach er Dinge an die in den 21 Folgen über das Buch vom Blog-Autor kein einziges Mal angedeutet wurden, auch nicht im Fazit der vorletzten Folge und die die Relevanz für uns heute herstellen und zwar mit einer ganz eigenen Geschichte und zwar der von der Person Harald Meller selbst. Es muss wohl als ein Glücksfall der Geschichte (wie eine ganze Reihe von glücklichen Umständen im Zusammenhang mit der Himmelsscheibe) betrachtet werden, dass ausgerechnet er maßgeblich an der Aufklärung des Mysteriums der Himmelscheibe beteiligt war, auch wenn er die Leistung seiner Mitarbeiter und Fachkollegen über den grünen Klee lobt. Natürlich auch vor dem Hintergrund meiner eigenen Geschichte.

Ich konnte das Buch erst schreiben, als ich wusste wie es funktioniert. Davor hat es sich nicht richtig angefühlt.

Zentraler Punkt von Mellers Aussage ist sein von mir oben angeführtes Zitat. Wie begann das alles? Dank 15 Jahre Forschung über die Himmelsscheibe können wir einen entscheidenden Schritt in der Menschheitsgeschichte besser, ja vielleicht sogar erst so richtig verstehen, nämlich den Schritt vom nomadenhaften Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern und bis zur Gründung der ersten Staaten. Denn das Reich von Aunjetitz, dem Reich der Himmelsscheibe in Mitteldeutschland, war wohl der erste Staat in Europa zu einer Zeit wo man bisher dachte, dass es da nur Stämme mit bestenfalls Häuptlingen gegeben hat. Und das ohne Schriftsprache, wo man auch bisher dachte, das ein Staat ohne gar nicht möglich sei, wie die Hochkulturen zur gleichen Zeit in Ägypten und vorderer Orient zu beweisen schienen.
Aber zum Anfang: wie kam es zu diesem Staat? Warum sollen Menschen die 2 Millionen Jahre mehr oder weniger als Gleiche unter Gleichen lebten auf einmal einem Fürsten oder König gehorchen, Steuern zahlen und die Hierarchie eines Staates mit Oberen und Unteren akzeptieren? Bei umherziehenden Jägern und Sammlern ist das auch gar keine Frage, denn da gibt es auch keine besonderen Probleme, die einen Staat notwendig machen. Man zieht umher, bleibt wo es gefällt und wenn alles abgegrast wurde, zieht man weiter. Meller vergleicht das mit unserem heutigen Verhalten im Urlaub.
Das ändert sich mit der Erfindung des Ackerbaus, dem Seßhaftwerden der Menschen und der damit verbundenen Bevölkerungsexplosion. Wer ein gutes Stück Land zum Ackerbau gefunden hat, der muss schnell fürchten, das andere kommen und es ihm mit Gewalt wegnehmen. Und in Mitteldeutschland gab und gibt es immer noch weltweit mit die fruchtbarsten Böden, die Schwarzerden auf denen noch heute der 1000-jährige Roggen angebaut wird und ohne Düngung heute noch der halbe Ertrag erzielt wird, wie mit moderner Düngung. Solche Standorte waren begehrt und jeder Bauer der dort ein Stück Land beackerte musste fürchten, dass andere es ihm wegnahmen. In einer Sippe oder Stammesgemeinschaft gab es natürlich auch Krieger und Häuptlinge zur Verteidigung, die aber einer größeren, marodierenden Bande feindlicher Krieger nicht viel entgegen zu setzen hatten.

Der Staat als Schutzgelderpresser

Der Staat hat immer etwas Mafiahaftes. Der Staat sagt: du kriegst
Schutz, du kriegst klare Regeln, dafür gibst du was ab.
Da gibt man was ab und dann ist es nicht mehr wie vorher:
man wird nicht mehr überfallen, dein Haus wird nicht mehr abgebrannt,
deine Kinder werden nicht mehr abgeschlachtet, du lebst in Sicherheit,
du kannst in Ruhe arbeiten, und du gibst 30% Steuern ab und alles ist
gut. Am Anfang ist das gut.
Das merkwürdige an diesem System: die Abgaben steigen dauernd. Eine
einmal eingeführte Abgabe wird nie wieder zurück genommen z.B.
Sektsteuer, [Ökosteuer, Soli]
Das ist dann ein Problem, denn irgendwann wird ein Punkt erreicht, wo
die Leute unzufrieden werden. Und dann geht es am Ende eines Staates
krachend schief.

Hier kommt nun die Idee des Staates ins Spiel und zwar als Schutzmacht: ein mächtiger Häuptling sammelt eine große Schar von Kriegern und verspricht den Bauern eines Gebietes militärischen Schutz, wenn diese ihm dafür Abgaben zahlen. Der Bauer zahlt 30% seines Ertrages an den Häuptling, dieser bezahlt und ernährt seine Krieger, die den Bauern beschützen, dass dieser in Ruhe arbeiten kann und weder um Haus, Hof, Weib und Kinder fürchten muss. Und wenn man in Sicherheit leben kann, dann findet man auch eine 40-Stundenwoche irgendwann toll. Soweit die Idee, soweit so gut.

Das Wesen des Staates ist, dass man die Leute einsperren kann.
Der Staat ist eigentlich ein Gefängnis.
Das Staatsvolk haut gern ab, weil es natürlich kein Spaß ist ein
ägyptischer Falache [Untertan, Leibeigener, Lohnsklave] zu sein.

Das Problem ist jetzt nur, dass sich der Bauer selbst nun in einer Art Geiselhaft gegenüber dem mächtigen Häuptling, man kann ihn auch schon Fürst nennen, befindet.
Jeder Staat ist nicht nur Schutz, sondern auch eine Art Gefängnis für die Menschen, die sich darin befinden.
Denn der Fürst hat nicht nur die militärische Macht fremde Krieger zu vertreiben, sondern auch die Steuern von den Bauern einzutreiben. Bekannt aus der Robin Hood Saga. Macht und Machtmissbrauch liegen eng beieinander. Steuern und Abgaben vom Fußvolk, das sich nicht wehren kann, werden bis heute immer nur neu eingeführt und erhöht, aber nie abgeschafft.
Grundsätzlich ist das auch noch kein Problem. Ökonomische Spreizungen, aka Schere zwischen arm und reich, interessieren die Menschen nicht, so lange es für den Einzelnen gut reicht.
Aber es führt natürlich zu Unzufriedenheit beim Fußvolk und irgendwann, wenn die Staatsmacht den Bogen überspannt und die Nachteile die Vorteile überwiegen, dann hat das Volk irgendwann die Nase voll und versucht mit den Füßen abzustimmen, sprich abzuhauen.
Das ist natürlich für einen Staat lebensbedrohlich, wenn ihm die Leute davon laufen und er wird alles tun um dies zu unterbinden.

Die ersten Staaten entstehen dort, wo Wasserbaugesellschaften
unglaublich produktiv sein können. Ägypten, vorderer Orient,China, Japan.
Eine Reisbaugesellschaft ist extrem effektiv, aber wo jeder Reisbauer für die Wasserverteilung vom nächsten abhängig ist, ist jeder Teil einer endlosen Kette und wenn der einzelne nicht funktioniert, funktioniert das ganze System nicht. Dadurch ist wirtschaftlich-ökonomisch bedingt, dass man ein winziges Rädchen in allem ist,[ was sich in der ostasiatischen Mentalität noch erhalten hat]. Das ist das Wesen früher Staaten mit unglaublicher Gewalt, Brutalität, Menschenopfer usw.
Bei uns ist das im Prinzip ganz anders, denn jeder Ackerbauer kann anbauen was er will. Es gibt nur Abgaben.
Wenn man jetzt aber einen Staat gründet, kann der Bauer abhauen. Jeder Staat hat ein Problem wenn die Leute weggehen und deswegen versucht man das zu verhindern.
Im alten Ägypten hat man am Nil im Norden und im Süden dicht gemacht und links und rechts gab es nur Wüste.
Aber man kann die Menschen nicht dauerhaft einmauern und einsperren.
Deswegen gibt es einen einfachen Trick: die Menschen müssen zufrieden
sein. Es muss sich für jeden lohnen im Staat zu leben als woanders.

Der Wohlfahrtsstaat ist erfunden.

Wirtschaftswachstum, Innovation, Monopole, Kriege

Es ist der Tod von monopolistischen Systemen, wenn es direkten Kontakt gibt. Das versuchen diese daher zu vermeiden.

Doch wenn man dem Volk mehr lässt, als Fürst aber nicht selbst am Hungertuch nagen will, Armee, Verwaltung und Hofstaat bezahlen muss, gleichzeitig die Bevölkerung durch den Wohlstand explodiert, dann muss der Staat wirtschaftlich prosperieren. Es gibt dann einen inhärenten Zwang zum Wirtschaftswachstum. Durch Ausbeutung der eigenen Ressourcen und Innovation kann man zwar von Innen heraus für Wachstum sorgen, aber das stößt schnell an seine Grenzen, wenn die Ressourcen erschöpft sind und die Innovation ins Stocken gerät oder andere schneller sind.
Da liegt es nahe sich die Ressourcen anderer unter den Nagel zu reißen. Monopole auf Rohstoffe, Waren, Technologien und Handelsrouten eignen sich hierfür sehr gut. Man kann schon sagen, dass mit der Staatenbildung auch der Kapitalismus – in rudimentärer Form – schon erfunden wurde. Oder man holt sich die Ressourcen anderer direkt durch Krieg, was auch zum Teil das Problem der Überbevölkerung löst.
Vor der Staatenbildung hat die Menschheit sich zwar auch schon gegenseitig den Schädel eingeschlagen, aber da war im kleinen Maßstab und praktisch immer um sich einen direkten persönlichen Vorteil zu verschaffen. Mit der Staatenbildung springt die Gewalt zwischen den Menschen auf eine neue Ebene, wo zunehmend von Armeen auf Befehl für abstrakte Ziele gekämpft wird und entsprechend die Gewalt nicht mehr hinterfragt werden darf und so in ihrer Grausamkeit auch auf eine neue Ebene springt.
Die Existenz eines Staates steht und fällt nun damit ob er sich wirtschaftlich über Wasser halten kann. Geht eine wichtige Ressource zur neige, bricht ein entscheidendes Monopol weg oder wird ein Krieg verloren, dann ist ein Staat auch sehr schnell am Ende bzw. wird von einem anderen einverleibt oder zum Vasallen gemacht. Auch in Aunjetitz war dies der Fall, als Bronze vom monopolistischen Handelsgut europaweit zum Allgemeingut wurde und die europäischen Regionen von den Aunjetitzern nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden konnten.

Wissen ist Macht

Häuptlinge sind Teil der menschlichen Gemeinschaft.
Charismatische Herrschaft, Könige sind Vertreter Gottes mit göttlicher Legitimation.

Aber noch mal zurück zu den Anfängen des Staates, denn es gehört noch eine Besonderheit dazu, die aus einem Staat einen Staat macht und ihn von der Häuptlingsgesellschaft unterscheidet. In letzterer waren Häuptlinge zwar den anderen übergeordnet, aber doch noch im Wesentlichen Gleiche unter Gleichen. Ein Häuptling hatte keinen besonderen Status und keine besondere Legitimation, außer vielleicht persönlichen Eigenschaften, die ihn als fähigen Kämpfer und Heerführer auszeichneten. Es ist also nicht so einfach Menschen, die Millionen von Jahren in einem egalitären System lebten, davon zu überzeugen, dass ausgerechnet der eine Führer und Fürst sein soll und nicht ein anderer. Meller sinngemäß:

Aunjetitz war eine irrsinnig stratifizierte, hierarchische Gesellschaft:
warum machen die anderen das mit?
Wir leben heute in einem Staat in den wir reingeboren wurden, wo wir seit 2000 Jahren Hierarchisierungen mitmachen, wie Barone, Könige, Bischöfe, Minister, Kanzler. Für uns ist es „normal“ und das lernen wir schon im Schulunterricht, dass bei uns alles „super“ ist und wir an der Spitze einer logischen Bewegung stehen.
Wenn man aber 10-20.000 Jahre zurück geht, stellt man fest: diese Herrschaftsformen sind überhaupt nicht normal. Das Normale ist eigentlich die Zeit vor dem Ackerbauerntum, also Jäger und Sammler. Wir alle kopieren Jäger und Sammlerleben, weil wir dann glücklich sind und zwar wenn wir in Urlaub fahren.
Erst mit der Erfindung des Ackerbauerntum kommt die Maloche auf und am Ende ist man für die 40-Stunden-Woche dankbar.

Dazu muss man wissen, dass wir uns mit Aunjetitz in der Bronzezeit befinden, weit vor dem Beginn moderner Naturwissenschaften. Die Natur, Pflanzen, Tiere, Steine, Berge, das Wetter und der Himmel waren mystisch und von Göttern, Geistern und Dämonen beseelt. Die Menschen zu dieser Zeit wollten sich auch schon die Welt erklären, hatten aber noch nicht die Möglichkeiten, die wir heute Dank moderner Naturwissenschaft haben. Die Weltordnung bestand in einer Ordnung der Götter, die für alles was passierte verantwortlich waren. Wer nun aber Dinge in der Natur überzeugend vorhersagen und deuten konnte, stellte damit unter Beweis, dass er göttliches Wissen besaß und quasi eine ausführende Kraft der Götter war.
Die Himmelscheibe von Nebra bzw. das auf ihr codierte Wissen, diente hierzu. Damit konnten sich Fürsten als göttliche Könige über das Fußvolk erheben und ihrem sozialen Status und ihrem Handeln als solche göttliche Legitimation verleihen. So lange ist das Gottesgnadentum von Kaisern und Königen auch heute noch nicht her.

Dieses Herrschaftswissen ist natürlich nur so lange von Nutzen, solange es das Wissen der Herrschenden bleibt. Das Volk muss dumm gehalten werden, denn sonst ist der (faule) Zauber dahin. Allerdings in einer Gesellschaft ohne Schriftsprache besteht dann das Risiko, dass dieses Herrschaftswissen im Besitz weniger verloren geht. Auch das ist wohl bei der Himmelsscheibe passiert, bis hin zum vollständigen, realen Bedeutungsverlust, dass sie am Ende nur noch als Monstranz umhergetragen bzw. irgendwo angenagelt wurde und dann irgendwann am Ende von Aunjetitz als Opfergabe bestattet wurde.

Das Zusammenleben in Massen hat einen unnatürlichen Aspekt:
99% der Menschheitsgeschichte lebten wir als Gleiche unter Gleichen.
Wenn Herrschaft etabliert wird, muss erklärt werden, warum der eine
alles hat und die anderen nicht. Das kann nur göttlich legitimiert
werden und nicht menschlich.

Bis hierhin habe ich Meller aus der Bücherlesung zusammengefasst wiedergegeben bzw. sinngemäß zitiert. Im Folgenden folge ich seinem Rat einer Spekulation auf hohem Niveau:

Was ist eigentlich menschlicher Geist?
Man braucht keinen Computer, man braucht kein Mikroskop, man braucht (fast) gar nichts und man kann auch ganz „faul“ sein.
Demokrit saß, der Überlieferung nach, im Garten und hat einer Ziege zugeschaut wie sie Gras frisst. Und da hat er sich folgendes überlegt: wenn die Gras frisst und aus dem Gras werden Haare, Hörner und Hufe, dann scheint es so, dass es kleinste Teilchen in dem Gras sind, die umverwandelt werden, denn die Ziege frisst ja nichts anderes. Und aus diesen Teilchen werden Hörner, Hufe und Haare und er nannte diese Teile Atome und hat dann eine Theorie entwickelt wie diese zusammenhalten oder nicht zusammenhalten usw.
Das allerbeste Forschungsinstrument haben wir zwischen den Ohrmuscheln und das sollte man ausnutzen. Und vor allem sollte man nicht alles glauben, sondern immer kritisch nachfragen und ein bissel querulatorisch sein und immer fragen: stimmt das denn wirklich so?
Und erst wenn man eine befriedigende Antwort hat sollte man zufrieden sein.

Damit ist Meller übrigens sehr nahe an George Carlins „Logic“ und „Teach your children to question everything“.

Aber welche logischen Schlüsse lassen sich aus dem bisher gesagten auf unsere heutige Gesellschaft und Staatsordnung ziehen?

  • Der Wunsch frei von Fremdbestimmung als Gleicher unter Gleichen zu leben ist normal und kommt unserer natürlichen Mentalität zur Zeit als Jäger und Sammler wesentlich näher und macht uns glücklich.
  • Die Herrschaft einiger weniger über alle anderen ist nicht normal, auch wenn uns das in den Massentrivilisationsanstalten aka Schule so eingetrichtert wird.
  • Herrschaft einiger weniger über alle anderen kann nicht menschlich, sondern nur göttlich legitimiert werden. Herrscher früherer Zeiten waren immer „Herrscher von Gottes Gnaden“, waren mit Herrschaftswissen ausgestattet, das erforderte das Volk dumm zu halten.

In Zeit der Aufklärung und der modernen Naturwissenschaften befinden sich Gottglaube und Religion allerdings auf dem Rückzug, womit sich ein magisches Legitimationsdefizit für alle Herrschenden auftut. Bislang wird dies noch mit Generalformeln wie „im Namen des Volkes“, „freiheitlich demokratisch Grundordnung“ u.ä. gefüllt, aber je mehr die Menschen diesen faulen Zauber durchschauen, desto offensichtlicher wird das Legitimationsdefizit.

Dank Internet kann sich jeder Mensch potentiell mit potentiell allen anderen Menschen direkt verbinden und austauschen. Die herrschaftsstabilisierenden Monopole der Informationsvermittlung fallen. Die Zensur von Informationen wird zumindest sehr viel schwieriger.

Wir leben heute in Staaten mit blutiger Herrschaftsvergangenheit. Die Weltbevölkerung ist auf ein Ausmaß angewachsen, die es unmöglich macht in einen natürlichen Zustand von Jägern und Sammlern zurückzukehren, wenn man von einem den Großteil der Menschheit vernichtenden, atomaren Weltkrieg absieht. Es wäre auch nicht erstrebenswert sämtliche staatliche Strukturen abzuschaffen um auf das steinzeitliche Niveau der zwischenmenschlichen Interaktion herabzusteigen, sprich, dass du nie sicher sein kannst, dass nicht dein Nachbar oder marodierende Banden deine Kinder töten, deine Frau vergewaltigen, dein Haus anzünden und dich selbst umbringen.

Auch der Kapitalismus mit allen positiven und negativen Folgen ist uns erhalten geblieben. Und die Reichen, die neuen Herrscher, haben immer noch das Problem ihren Reichtum zu legitimieren, weshalb sie sich nicht selten als gottbegnadet sehen und vom Fußvolk abschotten, sich der menschlichen Gemeinschaft entziehen, sich für was „besseres“ halten und zum herrschen auserkoren sehen. Nur dann kann es dort oben auch schon ganz schön einsam werden …

Aber in den Demokratiebestrebungen der letzten ca. 250 Jahre kann man deutlich den Wunsch der Menschen nach einem egalitären Zusammenleben erkennen, wie es schon im französischen liberté, egalité, fraternité zum Ausdruck kommt.
Eine echte (direkte) Demokratie kommt einem solchen Gesellschaftssystem sehr nahe und an dem Punkt möchte ich der Aussage Mellers in der Buchbesprechung widersprechen, wenn er im Zusammenhang mit Herrschaftswissen sagt:

Dauernde Informationsflut, siehe Brexit, ist auch nicht so gut.
Nicht immer ist die direkte Demokratie die Beste, das sehen wir gerade beim Brexit.

Da muss ich Herrn Meller fragen: stimmt das denn wirklich so?
Hier irrt Meller nämlich mMn, denn die Abstimmung über den Brexit und das nachfolgende und anhaltende Durcheinander hatte mit echter (direkter) Demokratie nicht viel zu tun. Es war ein von oben angeordnetes Plebiszit ohne feste Gesetzesvorlage und ohne feste Verfahrensregeln und weder ein fakultatives, noch obligatorisches Referendum, noch ein vom Volk initiierter Volksentscheid. Auch für (direkte) Demokratie braucht es klare, demokratische Verfahrensregeln zu einer Volksgesetzgebung. Diese fehlen in GB. (Direkte) Demokratie besteht eben nicht nur aus eben mal über irgendwas abstimmen, was die Regierung gerade in der Yellow-Press als Schlagzeile gelesen hat.
Ein Fachmann für (direkte) Demokratie ist Herr Meller wohl nicht, sonst hätte er das im Unterschied zur Schweiz leicht erkannt. Und eigentlich hat er mit seiner Forschung erklärt warum die (direkte) Demokratie das für Menschen Normale darstellt und das ist was sie glücklich macht. Und eben nicht die hierarchische Staatsgesellschaft mit charismatischen Herrschern. Deren Zeit ist durch die modernen Naturwissenschaften abgelaufen und wird nur noch durch das Umhertragen inhaltsleerer und sinnbefreiter Montranzen in Form von Generalformeln scheinlegitimiert, so wie am Ende von Aunjetitz die Himmelsscheibe von Nebra. Es wird Zeit auch diese zu beerdigen und zu einem aufgeklärten System von Gleichen unter Gleichen zurückzukehren.

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Der Backfire-Effekt

Kommentar zum Lesch-Video Warum ignorieren wir Fakten? Der Backfire-Effekt

Hallo Herr Lesch, ich weiß ja nicht ob Sie als wissenschaftsjournalistische Allzweckwaffe des ZDF die Kommentare zu Ihren Videos noch selbst lesen oder ob das ein Hiwi für Sie tut oder gleich ganz alles nach /dev/null verschoben wird. Falls das aber irgendwie bei Ihnen ankommt:
Sie machen es sich da mMn zu einfach. Haben Sie auch mal hinterfragt wie diese Überzeugungen in einen Menschen hinein kommen und warum er diese nicht vorher schon kritisch hinterfragt hat? Und warum manche so aggressiv auf andere Meinungen und Ansichten reagieren? Ich will es Ihnen sagen: Ja, es geht um Emotionen. Aber Emotionen verhalten sich nicht irgendwie, mal so oder mal so, sondern gehorchen Gesetzmäßigkeiten, die von der Evolution vorgegeben sind. Und zentral ist in diesem Zusammenhang die negative Emotion, sprich Angst, der Emotion des Überlebens, im Gegensatz zur positiven Emotion, der Liebe, der Emotion des Gedeihens. Beides ist nicht das gleiche nur mit umgekehrten Vorzeichen, sondern prinzipiell unterschiedlich und Angst ist die stärkere der beiden. (siehe „Geist und Gehirn“ Folge „Emotionen – GUT und SCHLECHT“)
Wie kommen nun diese „falschen“ Ansichten in die Köpfe der Menschen?
Einerseits über die positive Emotion des Vertrauens zur eigenen sozialen Gruppe. Der Mensch ist ein hochsoziales Tier, das zum Überleben auf seine soziale Gruppe angewiesen ist, früher noch sehr viel mehr als heute aber genaugenommen ist auch heute ein Mensch alleine in der Natur nicht überlebensfähig. Dies hat eine tiefsitzende Angst vor dem Alleinsein bei Menschen zur Folge. Von der eigenen Gruppe ausgestoßen zu werden, bedeutete früher das Todesurteil. Und das ist auch heute noch in uns drin. Mit dem Vertrauen in die und um die Akzeptanz der eigenen Gruppe bemüht, formen wir unser Weltbild passend zu den in unserer sozialen Gruppe vorherrschenden Ansichten. Wenn jetzt jemand mit was ganz anderem, anderen, neuen Ideen kommt und an diesem Weltbild rüttelt, dann aktiviert er diese Angst von der sozialen Gruppe ausgestoßen zu werden. Entsprechend heftig fällt dann die negative Gegenreaktion, der Backfire-Effekt aus.
Es gibt aber auch noch einen anderen Weg wie „falsche“ Ansichten den Weg in die Köpfe der Menschen finden, auch wieder über Emotionen und auch wieder negative. Nämlich wenn uns jemand enttäuscht und das Vertrauen, dass wir in ihn hatten verspielt. Sie kennen den Spruch: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht! Gerade Ihr Beispiel mit den Impfgegnern passt hier hervorragend: können Sie sich nicht vorstellen, dass jemand nach Contergan-Skandal, Blutplasma-Skandal mit Auflösung des Bundesgesundheitsamtes, Organspende- und anderen Medizin- und Pharmaskandalen am laufenden Band und 50 Toten jeden Tag(!) durch Ärztepfusch (Hälfte vermeidbar, Zahlen der AOK) gegenüber der Schulmedizin und der Pharmaindustrie hyperkritisch eingestellt ist? Sie werden mir sicher zustimmen, dass ich mir vorgenannte, namentliche Skandale nicht ausgedacht habe. Glauben Sie ernsthaft, dass das ohne Folgen für das Vertrauen der Menschen in die Schulmedizin bleibt?
Wenn das Vertrauen einmal weg ist, dann können sie mit noch so viel „richtigen“ Fakten kommen, ohne Vertrauen werden sie nur die Angst, wieder enttäuscht zu werden, und die entsprechende negative Reaktion ernten. „Once bitten twice shy“ oder auch „Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!“ wie es im anglophilen Zungenschlag heißt.
Vertrauen muss hart erarbeitet werden, ist aber mit dem Arsch (Profitdenken, Korruption, Menschenverachtung) sehr viel schneller eingerissen als es wieder aufgebaut werden kann.
Denn ein Sprichwort lehrt: Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd!

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Deutschland auf der Europa-Autobahn

Variation eines alten Witzes:

Deutschland (als Autofahrer) auf der Europa-Autobahn.
Plötzlich eine Durchsage im CO2-Abgas-Radio:
„Achtung! Achtung! Auf der Europa-Autobahn kommt ihnen ein
Tempolimit-Geisterfahrer entgegen“
Autofahrer Deutschland: „Was heißt hier einer? Dutzende!“

Tempolimit Diskussion auf goingelectric

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„Weiße Weihnachten gibt es in Mitteleuropa hauptsächlich auf Postkarten“

So lautete ein Ausspruch meines Meteorologie Profs an der Uni.

Aufgrund der Wettersingularität des Weihnachtstauwetters, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für Plusgrade um die Weihnachtszeit sorgt – so auch in diesem Jahr – sind weiße Weihnachten in Mitteleuropa weit eher die Ausnahme als die Regel. Schon immer, nicht erst seit der Klimaerwärmung. Die hat eher dazu geführt, dass an Weihnachten heutzutage meist schon gar nichts mehr da ist was tauen könnte. Der immer völlig überraschende Wintereinbruch Anfang Dezember fiel dieses Jahr auch mal wieder aus.

Trotzdem scheint ein Großteil der Bevölkerung Weihnachten mit Schnee und Schneefall zu verbinden, obwohl die Erfahrung eigentlich anderes lehrt. Und die Wetterfrösche werden nicht müde diese Erwartungshaltung mit Trendprognosen auf weiße Weihnachten in der Adventszeit zu bedienen. Auf grüne Weihnachten scheint sich niemand so wirklich zu freuen. Dabei haben grüne Weihnachten eindeutige Vorteile. Es ist vielleicht eben die im vorherigen Link erwähnte verzerrte Kindheitserinnerung oder gerade die Tatsache, dass weiße Weihnachten so selten sind, die die Erwartung darauf befeuern. Ob die Postkartenindustrie davon maßgeblich profitiert, hat uns unser Meteo-Prof leider nicht verraten können.

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Wieviele Elektroauto-Fahrer sind scheinheilige A.?

Zugegeben eine provokante, fast schon rhetorische Frage, die allerdings einen begründeten Hintergrund hat.

Vorne weg etwas über mich, damit klar ist, dass im Folgenden nicht irgendwer mit Steinen wirft, der selbst im Glashaus sitzt.

Ich beobachte schon seit geraumer Zeit die Entwicklung im Bereich der Elektromobilität, speziell der BEVs, also der reinen Elektroautos. U.a. verfolge ich dabei auch eine gewisse Elektroauto-“Prominenz“, die sich auf youtube und blogs herausgebildet hat. Scheinbar dem Umweltschutz und der Resourcenschonung verpflichtet beobachte ich allerdings diesbzgl. schon seit einiger Zeit einen doch etwas „lässigen“ Umgang dieser Personengruppe mit dem Thema „Fliegen“. Da wird Elektromobilität gepredigt, dass die Schwarte kracht, aber gleichzeitig hemmungslos in den Urlaub geflogen oder mal eben nach Spanien zum Testfahren eines neuen Elektroautos gejettet. Den Vogel abgeschossen hat jedoch der Tesla-Kundenpromi Bjørn Nyland aus Norwegen, der nur zum Besuch einer Tesla-Präsentation, die sowieso im Internet übertragen wurde, mit seiner Frau nach Kalifornien flog und das auch noch auf youtube unfreiwillig dokumentierte in dem er darüber berichtete. Gut, es gibt auch andere Gründe als Umweltschutz ein Elektroauto zu fahren.

Allerdings hat nun gerade eben jener Bjørn Nyland, der mit seiner Vielfliegerei extrem präsent ist auf youtube, nun kürzlich ein Video veröffentlicht in dem er die Tesla-Fahrer des Vermüllens der Supercharger bezichtigt, dies per Video dokumentiert und sogar ein zugespieltes Video zeigt das einen Tesla-Fahrer aus den Niederlanden in flagranti filmt wie er seinen Müll am Supercharger aus dem Fenster wirft.

„Du siehst den Splitter im Auge deines Bruder, aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge“ [Lukas Ev.]

Dass er selbst ein umweltverschmutzender douchebag ist, das übersieht Herr Nyland nicht nur, er unterdrückt auch diesbzgl. Kritik an ihm indem er kritische, aber höfliche, wenn auch satirische Kommentare unter seinen Videos unsichtbar macht. Herr Nyland ist sich offenbar sehr bewußt, dass er ein Hypokrit ist und sehr besorgt, dass sein Ruf als Liebling aller Schwiegermütter leiden könnte, dass er zur Zensurschere greift. Sein Video ist eigentlich eine einzige Selbstanklage und durch sein Verhalten Kritiker mundtot machen zu wollen, bestätigt er meine Vorwürfe nur. So, weit so gut oder auch nicht. Außerhalb der eigenen idiotenfreien Zone gibt es eben immer irgendwelche A. in denen auch ein LKW problemlos wenden kann.

Wie de Herr, so’s Gescherr.

Aber da kann man schon ins Grübeln kommen. Ist Herr Nyland eventuell nur die Spitze des Eisberges? Er ist ja nicht der einzige Kerosin-Junky unter den E-Promis. Was ist mit den vielen Abonennten seines youtube-Kanals? den vielen zustimmenden Kommentaren unter seinen Videos? den vielen Leuten, die über seinen Referral-Link einen Tesla bestellen? So viele, dass Herr Nyland wohl demnächst zwei(!) der neuen Tesla Roadster geschenkt(!) bekommt (Einzelpreis 200.000 US-$).
Gut, die Kommentare unter Nylands Videos sind von ihm so zensiert, dass da nur die Claqueure zu Wort kommen. Kritik zensiert er ja. Aber es sind doch erstaunlich viele die Herrn Nyland unkritisch folgen. Und wie in seinem Video zu sehen, gibt es nicht wenige Tesla-Fahrer, die wohl überhaupt nichts von Umweltschutz halten und Tesla wohl nur aus Prestigegründen fahren. Diese sind allerdings schon wieder auf eine erschreckende Art und Weise ehrlich in dem sie wenn sie ihren Müll einfach aus dem Fenster werfen, offen dokumentieren, dass ihnen die Umwelt am Arsch vorbei geht. Diese sind wenigstens nicht so scheinheilig wie die Nylands unter den Elektroauto-Fahrern.

Es scheint so, dass sich ein Großteil der ELektroauto-Fahrer wie die Politiker verhält. Die einen verhalten sich wie ein Donald Trump ganz offen als Leugner des anthropogenen Klimawandels und Lobbyisten der Ölindustrie, die anderen dagegen scheinheilig wie eine Angela Merkel, die zwar jedes Klimaschutzabkommen unterzeichnet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, aber wenn es um konkretes, konsequentes Handeln geht, dann sind auf einmal Braunkohle- und Verbrenner-Autoindustrie enorm wichtig, natürlich nur als „Übergangstechnolgie“ und „wegen der Arbeitsplätze“, kurz: ein scheinheilig verlogenes Pack. Und ich sehe sie auch im privaten Umfeld, die Scheinheiligen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber dann mit dem neuen Verbrenner-SUV zum Einkaufen in den 40km weiter entfernten Unverpackt-Laden. Und natürlich auch mit dem Kerosin-Bomber in den Urlaub fliegen, gerne mehrmals im Jahr. Und wenn ich mir ansehe wieviel Verbrenner-Autos VW auch noch nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs und Absturz an der Börse verkauft hat, dann kann das auch nachdenklich stimmen.

Wenn glaubwürdige Elektroautofahrer so selten sind wie glaubwürdige Politiker (ich kenne nur zwei maximal drei: Gerald Häfner und Christian Ude, vielleicht noch Christian Ströbele) und das repräsentativ für die Bevölkerung als Ganzes ist , dann sehe ich mehr als schwarz für jegliches Unterfangen in Sachen Umweltschutz, speziell beim Klima, auch nur annähernd irgendetwas gesamtgesellschaftich zu erreichen, vollkommen unabhängig von der Frage ob wir eine echte (direkte) Demokratie haben oder nicht.

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Bjørn Nyland, are you chicken?

Ich schreibe diesen Beitrag auf Englisch, weil er sich an jemanden und sein Publikum richtet, die wohl kein Deutsch sprechen.

It’s time for me to get personal again. This article is about Bjørn Nyland, who is famous on youtube for his Tesla videos. In his recent video „Tesla douchebag caught littering“ he criticises Tesla drivers of littering at supercharger. He even presents a video with a Dutch Tesla driver caught in the act of littering.

As I observe his videos for quite some time, I know that Mr. Nyland is travelling a lot by airplane e.g. just to visit a Tesla presentation in California. So his video sounds much hypocrite to me. I did comment_on his video:

Hey kids out there, next time please ask uncle Björn about his invisible CO2-littering by flying around the globe e.g. just to visit a Tesla presentation that would be broadcasted worldwide by internet anyway and what will happen if everyone in this world, that all adults including uncle Björn will leave to you this way, would do so. „And why beholdest thou the mote that is in thy brother’s eye, but perceivest not the beam that is in thine own eye?“. [Lk 6 : 41; KJV] But maybe all Tesla drivers really don’t care about the environment, or at least some care only about the trash you can see. Ok, they are all die-hard adults as they own a drivers licence. No further questions, uncle Björn.

and another user (. Wookey) answered soon:

It‘ a good point. Bjorn does seem to travel an awful lot – I hope
it not just for making these video – that would be marvellously
self-defeating. Littering is horrible, but ultimately flying about the
place is doing much more harm in the medium term.

That was about a day ago.
When I visited the video page today, my comment was gone. I did login and there it was again. I already heard about this kind of censorship by other youtubers e.g. Horst Lüning. They don’t delete your comment, they just make it invisible to all other users but you and hope that you don’t find out, because you only notice when not being logged in. Most people seem to be logged in when watching youtube videos. See for yourself: you won’t find my comment thread (anymore). So here Mr. Censorship is to be blamed to be deceitful.

I do understand the need to remove hateful, offensive comments. I do this myself here on rare occasions. But this is definitely not the case here.

Obviously, Mr. Chicken does not like to be criticised. And it seems that my criticism is justified. If not he could have justified being a frequent flier or that my accusations are not true or he simply could have ignored it. But Mr. Coward seems to be afraid of no longer appearing as the smart Tesla guy, but being the douchebag with clay feet himself and a hypocrite as well. No more questions, your honor.

Exhibit A:

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Haben Sie einen Computerführerschein?

Nein? Ich auch nicht!

In Deutschland brauchste für alles was gefährlich ist einen Führerschein, einen Sachkundenachweis, einen Abschluß, eine Ausbildung, ein Studium, eine Schulung, eine Einweisung, ein Fortbildungs-Zertifikat, eine Weiterbildungsmaßnahme und schon in der Grundschule machte man zu meiner Zeit ohne gesetzliche Vorschrift obligatorisch die Fahrradfahrprüfung unter – damals alterentsprechend beeindruckender – polizeilicher Aufsicht und bekam dafür Ausweis und Wimpel – meiner einer sogar den Stoffwimpel da als einziger der Klasse fehlerfrei in Theorie und Praxis.

Aber an einen Computer und das Internet lässt man jeden Depp. Also alles kein Wunder.

Für Elternschaft gilt übrigens das Gleiche: das soll man auch ohne die geringste Ahnung von der Entwicklung von Kindern und ihrer Beziehung zu ihren Eltern einfach können. Entsprechend werden die Erziehungspläne in M$-Windows-Manier ohne Sinn und Verstand zusammengeklickt. Das Ergebnis ist in der Breite ähnlich katastrophal wie bei Computern.

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