Der Backfire-Effekt

Kommentar zum Lesch-Video Warum ignorieren wir Fakten? Der Backfire-Effekt

Hallo Herr Lesch, ich weiß ja nicht ob Sie als wissenschaftsjournalistische Allzweckwaffe des ZDF die Kommentare zu Ihren Videos noch selbst lesen oder ob das ein Hiwi für Sie tut oder gleich ganz alles nach /dev/null verschoben wird. Falls das aber irgendwie bei Ihnen ankommt:
Sie machen es sich da mMn zu einfach. Haben Sie auch mal hinterfragt wie diese Überzeugungen in einen Menschen hinein kommen und warum er diese nicht vorher schon kritisch hinterfragt hat? Und warum manche so aggressiv auf andere Meinungen und Ansichten reagieren? Ich will es Ihnen sagen: Ja, es geht um Emotionen. Aber Emotionen verhalten sich nicht irgendwie, mal so oder mal so, sondern gehorchen Gesetzmäßigkeiten, die von der Evolution vorgegeben sind. Und zentral ist in diesem Zusammenhang die negative Emotion, sprich Angst, der Emotion des Überlebens, im Gegensatz zur positiven Emotion, der Liebe, der Emotion des Gedeihens. Beides ist nicht das gleiche nur mit umgekehrten Vorzeichen, sondern prinzipiell unterschiedlich und Angst ist die stärkere der beiden. (siehe „Geist und Gehirn“ Folge „Emotionen – GUT und SCHLECHT“)
Wie kommen nun diese „falschen“ Ansichten in die Köpfe der Menschen?
Einerseits über die positive Emotion des Vertrauens zur eigenen sozialen Gruppe. Der Mensch ist ein hochsoziales Tier, das zum Überleben auf seine soziale Gruppe angewiesen ist, früher noch sehr viel mehr als heute aber genaugenommen ist auch heute ein Mensch alleine in der Natur nicht überlebensfähig. Dies hat eine tiefsitzende Angst vor dem Alleinsein bei Menschen zur Folge. Von der eigenen Gruppe ausgestoßen zu werden, bedeutete früher das Todesurteil. Und das ist auch heute noch in uns drin. Mit dem Vertrauen in die und um die Akzeptanz der eigenen Gruppe bemüht, formen wir unser Weltbild passend zu den in unserer sozialen Gruppe vorherrschenden Ansichten. Wenn jetzt jemand mit was ganz anderem, anderen, neuen Ideen kommt und an diesem Weltbild rüttelt, dann aktiviert er diese Angst von der sozialen Gruppe ausgestoßen zu werden. Entsprechend heftig fällt dann die negative Gegenreaktion, der Backfire-Effekt aus.
Es gibt aber auch noch einen anderen Weg wie „falsche“ Ansichten den Weg in die Köpfe der Menschen finden, auch wieder über Emotionen und auch wieder negative. Nämlich wenn uns jemand enttäuscht und das Vertrauen, dass wir in ihn hatten verspielt. Sie kennen den Spruch: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht! Gerade Ihr Beispiel mit den Impfgegnern passt hier hervorragend: können Sie sich nicht vorstellen, dass jemand nach Contergan-Skandal, Blutplasma-Skandal mit Auflösung des Bundesgesundheitsamtes, Organspende- und anderen Medizin- und Pharmaskandalen am laufenden Band und 50 Toten jeden Tag(!) durch Ärztepfusch (Hälfte vermeidbar, Zahlen der AOK) gegenüber der Schulmedizin und der Pharmaindustrie hyperkritisch eingestellt ist? Sie werden mir sicher zustimmen, dass ich mir vorgenannte, namentliche Skandale nicht ausgedacht habe. Glauben Sie ernsthaft, dass das ohne Folgen für das Vertrauen der Menschen in die Schulmedizin bleibt?
Wenn das Vertrauen einmal weg ist, dann können sie mit noch so viel „richtigen“ Fakten kommen, ohne Vertrauen werden sie nur die Angst, wieder enttäuscht zu werden, und die entsprechende negative Reaktion ernten. „Once bitten twice shy“ oder auch „Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!“ wie es im anglophilen Zungenschlag heißt.
Vertrauen muss hart erarbeitet werden, ist aber mit dem Arsch (Profitdenken, Korruption, Menschenverachtung) sehr viel schneller eingerissen als es wieder aufgebaut werden kann.
Denn ein Sprichwort lehrt: Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd!

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Deutschland auf der Europa-Autobahn

Variation eines alten Witzes:

Deutschland (als Autofahrer) auf der Europa-Autobahn.
Plötzlich eine Durchsage im CO2-Abgas-Radio:
„Achtung! Achtung! Auf der Europa-Autobahn kommt ihnen ein
Tempolimit-Geisterfahrer entgegen“
Autofahrer Deutschland: „Was heißt hier einer? Dutzende!“

Tempolimit Diskussion auf goingelectric

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„Weiße Weihnachten gibt es in Mitteleuropa hauptsächlich auf Postkarten“

So lautete ein Ausspruch meines Meteorologie Profs an der Uni.

Aufgrund der Wettersingularität des Weihnachtstauwetters, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für Plusgrade um die Weihnachtszeit sorgt – so auch in diesem Jahr – sind weiße Weihnachten in Mitteleuropa weit eher die Ausnahme als die Regel. Schon immer, nicht erst seit der Klimaerwärmung. Die hat eher dazu geführt, dass an Weihnachten heutzutage meist schon gar nichts mehr da ist was tauen könnte. Der immer völlig überraschende Wintereinbruch Anfang Dezember fiel dieses Jahr auch mal wieder aus.

Trotzdem scheint ein Großteil der Bevölkerung Weihnachten mit Schnee und Schneefall zu verbinden, obwohl die Erfahrung eigentlich anderes lehrt. Und die Wetterfrösche werden nicht müde diese Erwartungshaltung mit Trendprognosen auf weiße Weihnachten in der Adventszeit zu bedienen. Auf grüne Weihnachten scheint sich niemand so wirklich zu freuen. Dabei haben grüne Weihnachten eindeutige Vorteile. Es ist vielleicht eben die im vorherigen Link erwähnte verzerrte Kindheitserinnerung oder gerade die Tatsache, dass weiße Weihnachten so selten sind, die die Erwartung darauf befeuern. Ob die Postkartenindustrie davon maßgeblich profitiert, hat uns unser Meteo-Prof leider nicht verraten können.

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Wieviele Elektroauto-Fahrer sind scheinheilige A.?

Zugegeben eine provokante, fast schon rhetorische Frage, die allerdings einen begründeten Hintergrund hat.

Vorne weg etwas über mich, damit klar ist, dass im Folgenden nicht irgendwer mit Steinen wirft, der selbst im Glashaus sitzt.

Ich beobachte schon seit geraumer Zeit die Entwicklung im Bereich der Elektromobilität, speziell der BEVs, also der reinen Elektroautos. U.a. verfolge ich dabei auch eine gewisse Elektroauto-“Prominenz“, die sich auf youtube und blogs herausgebildet hat. Scheinbar dem Umweltschutz und der Resourcenschonung verpflichtet beobachte ich allerdings diesbzgl. schon seit einiger Zeit einen doch etwas „lässigen“ Umgang dieser Personengruppe mit dem Thema „Fliegen“. Da wird Elektromobilität gepredigt, dass die Schwarte kracht, aber gleichzeitig hemmungslos in den Urlaub geflogen oder mal eben nach Spanien zum Testfahren eines neuen Elektroautos gejettet. Den Vogel abgeschossen hat jedoch der Tesla-Kundenpromi Bjørn Nyland aus Norwegen, der nur zum Besuch einer Tesla-Präsentation, die sowieso im Internet übertragen wurde, mit seiner Frau nach Kalifornien flog und das auch noch auf youtube unfreiwillig dokumentierte in dem er darüber berichtete. Gut, es gibt auch andere Gründe als Umweltschutz ein Elektroauto zu fahren.

Allerdings hat nun gerade eben jener Bjørn Nyland, der mit seiner Vielfliegerei extrem präsent ist auf youtube, nun kürzlich ein Video veröffentlicht in dem er die Tesla-Fahrer des Vermüllens der Supercharger bezichtigt, dies per Video dokumentiert und sogar ein zugespieltes Video zeigt das einen Tesla-Fahrer aus den Niederlanden in flagranti filmt wie er seinen Müll am Supercharger aus dem Fenster wirft.

„Du siehst den Splitter im Auge deines Bruder, aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge“ [Lukas Ev.]

Dass er selbst ein umweltverschmutzender douchebag ist, das übersieht Herr Nyland nicht nur, er unterdrückt auch diesbzgl. Kritik an ihm indem er kritische, aber höfliche, wenn auch satirische Kommentare unter seinen Videos unsichtbar macht. Herr Nyland ist sich offenbar sehr bewußt, dass er ein Hypokrit ist und sehr besorgt, dass sein Ruf als Liebling aller Schwiegermütter leiden könnte, dass er zur Zensurschere greift. Sein Video ist eigentlich eine einzige Selbstanklage und durch sein Verhalten Kritiker mundtot machen zu wollen, bestätigt er meine Vorwürfe nur. So, weit so gut oder auch nicht. Außerhalb der eigenen idiotenfreien Zone gibt es eben immer irgendwelche A. in denen auch ein LKW problemlos wenden kann.

Wie de Herr, so’s Gescherr.

Aber da kann man schon ins Grübeln kommen. Ist Herr Nyland eventuell nur die Spitze des Eisberges? Er ist ja nicht der einzige Kerosin-Junky unter den E-Promis. Was ist mit den vielen Abonennten seines youtube-Kanals? den vielen zustimmenden Kommentaren unter seinen Videos? den vielen Leuten, die über seinen Referral-Link einen Tesla bestellen? So viele, dass Herr Nyland wohl demnächst zwei(!) der neuen Tesla Roadster geschenkt(!) bekommt (Einzelpreis 200.000 US-$).
Gut, die Kommentare unter Nylands Videos sind von ihm so zensiert, dass da nur die Claqueure zu Wort kommen. Kritik zensiert er ja. Aber es sind doch erstaunlich viele die Herrn Nyland unkritisch folgen. Und wie in seinem Video zu sehen, gibt es nicht wenige Tesla-Fahrer, die wohl überhaupt nichts von Umweltschutz halten und Tesla wohl nur aus Prestigegründen fahren. Diese sind allerdings schon wieder auf eine erschreckende Art und Weise ehrlich in dem sie wenn sie ihren Müll einfach aus dem Fenster werfen, offen dokumentieren, dass ihnen die Umwelt am Arsch vorbei geht. Diese sind wenigstens nicht so scheinheilig wie die Nylands unter den Elektroauto-Fahrern.

Es scheint so, dass sich ein Großteil der ELektroauto-Fahrer wie die Politiker verhält. Die einen verhalten sich wie ein Donald Trump ganz offen als Leugner des anthropogenen Klimawandels und Lobbyisten der Ölindustrie, die anderen dagegen scheinheilig wie eine Angela Merkel, die zwar jedes Klimaschutzabkommen unterzeichnet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, aber wenn es um konkretes, konsequentes Handeln geht, dann sind auf einmal Braunkohle- und Verbrenner-Autoindustrie enorm wichtig, natürlich nur als „Übergangstechnolgie“ und „wegen der Arbeitsplätze“, kurz: ein scheinheilig verlogenes Pack. Und ich sehe sie auch im privaten Umfeld, die Scheinheiligen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber dann mit dem neuen Verbrenner-SUV zum Einkaufen in den 40km weiter entfernten Unverpackt-Laden. Und natürlich auch mit dem Kerosin-Bomber in den Urlaub fliegen, gerne mehrmals im Jahr. Und wenn ich mir ansehe wieviel Verbrenner-Autos VW auch noch nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs und Absturz an der Börse verkauft hat, dann kann das auch nachdenklich stimmen.

Wenn glaubwürdige Elektroautofahrer so selten sind wie glaubwürdige Politiker (ich kenne nur zwei maximal drei: Gerald Häfner und Christian Ude, vielleicht noch Christian Ströbele) und das repräsentativ für die Bevölkerung als Ganzes ist , dann sehe ich mehr als schwarz für jegliches Unterfangen in Sachen Umweltschutz, speziell beim Klima, auch nur annähernd irgendetwas gesamtgesellschaftich zu erreichen, vollkommen unabhängig von der Frage ob wir eine echte (direkte) Demokratie haben oder nicht.

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Bjørn Nyland, are you chicken?

Ich schreibe diesen Beitrag auf Englisch, weil er sich an jemanden und sein Publikum richtet, die wohl kein Deutsch sprechen.

It’s time for me to get personal again. This article is about Bjørn Nyland, who is famous on youtube for his Tesla videos. In his recent video „Tesla douchebag caught littering“ he criticises Tesla drivers of littering at supercharger. He even presents a video with a Dutch Tesla driver caught in the act of littering.

As I observe his videos for quite some time, I know that Mr. Nyland is travelling a lot by airplane e.g. just to visit a Tesla presentation in California. So his video sounds much hypocrite to me. I did comment_on his video:

Hey kids out there, next time please ask uncle Björn about his invisible CO2-littering by flying around the globe e.g. just to visit a Tesla presentation that would be broadcasted worldwide by internet anyway and what will happen if everyone in this world, that all adults including uncle Björn will leave to you this way, would do so. „And why beholdest thou the mote that is in thy brother’s eye, but perceivest not the beam that is in thine own eye?“. [Lk 6 : 41; KJV] But maybe all Tesla drivers really don’t care about the environment, or at least some care only about the trash you can see. Ok, they are all die-hard adults as they own a drivers licence. No further questions, uncle Björn.

and another user (. Wookey) answered soon:

It‘ a good point. Bjorn does seem to travel an awful lot – I hope
it not just for making these video – that would be marvellously
self-defeating. Littering is horrible, but ultimately flying about the
place is doing much more harm in the medium term.

That was about a day ago.
When I visited the video page today, my comment was gone. I did login and there it was again. I already heard about this kind of censorship by other youtubers e.g. Horst Lüning. They don’t delete your comment, they just make it invisible to all other users but you and hope that you don’t find out, because you only notice when not being logged in. Most people seem to be logged in when watching youtube videos. See for yourself: you won’t find my comment thread (anymore). So here Mr. Censorship is to be blamed to be deceitful.

I do understand the need to remove hateful, offensive comments. I do this myself here on rare occasions. But this is definitely not the case here.

Obviously, Mr. Chicken does not like to be criticised. And it seems that my criticism is justified. If not he could have justified being a frequent flier or that my accusations are not true or he simply could have ignored it. But Mr. Coward seems to be afraid of no longer appearing as the smart Tesla guy, but being the douchebag with clay feet himself and a hypocrite as well. No more questions, your honor.

Exhibit A:

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Haben Sie einen Computerführerschein?

Nein? Ich auch nicht!

In Deutschland brauchste für alles was gefährlich ist einen Führerschein, einen Sachkundenachweis, einen Abschluß, eine Ausbildung, ein Studium, eine Schulung, eine Einweisung, ein Fortbildungs-Zertifikat, eine Weiterbildungsmaßnahme und schon in der Grundschule machte man zu meiner Zeit ohne gesetzliche Vorschrift obligatorisch die Fahrradfahrprüfung unter – damals alterentsprechend beeindruckender – polizeilicher Aufsicht und bekam dafür Ausweis und Wimpel – meiner einer sogar den Stoffwimpel da als einziger der Klasse fehlerfrei in Theorie und Praxis.

Aber an einen Computer und das Internet lässt man jeden Depp. Also alles kein Wunder.

Für Elternschaft gilt übrigens das Gleiche: das soll man auch ohne die geringste Ahnung von der Entwicklung von Kindern und ihrer Beziehung zu ihren Eltern einfach können. Entsprechend werden die Erziehungspläne in M$-Windows-Manier ohne Sinn und Verstand zusammengeklickt. Das Ergebnis ist in der Breite ähnlich katastrophal wie bei Computern.

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In Deutschland muss es immer erst Tote geben!

Deutschland ist ein Land dessen staatliche und wirtschaftliche Autoritäten erst dann von einem Irrtum Abstand nehmen, wenn es dadurch Tote gibt.
In einem aktuellen Artikel des „Stern“ über den unzulänglichen Brandschutz von S21 wird mal wieder deutlich wie borniert und unbeirrt Staat und Wirtschaft sehenden Auges und schon seit 2001 bekannt die Katastrophe planen und öffentlich schönreden.
Von einer Ausnahme kann da keine Rede sein. Deutschlands Führungseliten brauchten schon zwei Weltkriege mit Millionen von Toten um zwangsweise einzusehen, dass Kriege seit dem 20. Jahrhundert nicht mehr die „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ ist.
Und dass sich am Prinzip „Bittere Erfahrung“ bis heute nichts geändert hat, wird schon seit Jahrzehnten und deutschlandweit weiter demonstriert.
Das kann ich auch aus dem Dunstkreis meiner unmittelbaren Erfahrungsatmosphäre bestätigen. Da werden schlecht einsehbare, aber als abschüssige Rennstrecke ausgelegte Kreuzungen von neuen Umgehungsstraßen als „Unfallgefahr“ geplant. Und nachdem man den Bockmist durch die Landschaft gepflügt und betoniert hat und sich eben genau das rausstellt und dass selbst die übliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70km/h nicht hilft, wird noch ein halber Berg abgetragen und blinkende Leuchtwarnschilder „Unfallgefahr“ aufgestellt.
An einer anderen Kreuzung wurde eine dort endende Überholspur direkt davor gebaut. Nach etlichen Toten durch Raser, die schon im Überholverbot noch mit überhöhter Geschwindigkeit überholten und in kreuzende Fahrzeuge krachten, schlug ein Bürger dem Amt vor doch statt einer Überholspur eine Beschleunigungsspur für Linksabbieger zu machen. Die Reaktion der Verantwortlichen¹ im Amt: „Es ist alles vorschriftstmäßig geplant und gebaut“. Es brauchte noch einige Tote bis die Einsicht kam, dass „vorschriftsmäßig“ nichts mit dem realen Verhalten der Menschen zu tun hat. Die Überholspur wurde in eine Beschleunigungsspur in entgegengesetzter Richtung umgebaut. Seitdem ist nichts mehr passiert.
Und es passiert weiter nichts. Vor allem in den Betonköpfen der Verantwortlichen¹. Und es wird weiter erst Tote geben müssen. Erst dadurch wird der öffentlich-moralische Druck so hoch, dass die Verantwortlichen¹ – aber nur widerwillig und im Einzelfall – zugegeben moralisch falsch gehandelt zu haben und ggf. es real Konsequenzen gibt. Und beim der nächsten Fehlplanung, das gleiche Spiel von vorne. Ja, da ist sie wieder die pure Menschenverachtung mit System in diesem Land für die wohl gleichermaßen gilt: Manche Dinge ändern sich nie und andere noch später.

¹ verantwortlich nur in so fern, dass sie moralisch für die Fehlplanung und Toten verantwortlich sind, aber juristisch keinerlei persönliche Konsequenzen zu fürchten haben, da ja alles nach „Recht und Gesetz“ abgelaufen ist.

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