Deutscher Kinderschutzbund lässt sich vor Karren von jugendschutz.net spannen

Offener Brief an den Deutschen Kinderschutzbund:

Sehr geehrte Damen und Herren vom Kinderschutzbund,

wie ich heute den Medien entnehme hat der dksb Landesverband Rheinland-Pfalz der sogen. Jugendschutzplattform jugendschutz.net den Kinderschutzpreis 2012 verliehen.
http://www.rlp.de/no_cache/einzelansicht/archive/2012/november/article/jugendschutznet-ausgezeichnet/

Ich habe bislang hohe Stücke auf den dksb gehalten, insbesondere da er sich auf das zu konzentrieren schien, was den Kindern wirklich vor Ort hilft und sich nicht mit halbseidenen, halbstaatlichen Institutionen mit dubiosen Geschäftspraktiken gemein gemacht hat.

Offensichtlich habe ich mich getäuscht. jugendschutz.net eilt in informierten Kreisen des Internets der Ruf voraus sich als private Firma mit quasi staatlichen Privilegien zum Moralapostel des Internets,
der sich seinen Bedarf selbst schafft, aufzuschwingen, der aber im Sinne des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vollkommen ineffektiv arbeitet, dafür aber die Zensurkeule schwingt. Ein geldverschwenderischer Placebo für Politik und Öffentlichkeit dafür mit um so mehr Nebenwirkungen:
> http://www.webcitation.org/5oqYCFgBz

Und Sie lassen sich jetzt vor deren Karren spannen. Ich bin enttäuscht. Meine Großmutter war jahrelang aktiv für den Kinderschutzbund. Über Ihr heutiges Gebahren würde sie sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen. Ich selbst habe leider keine Kinder und gedachte mein Vermögen irgendwann auch an den dksb zu vererben. Allerdings nicht an einen dksb der sich zu öffentlichkeitswirksamer Schaumschlägerei wie auch
diese „Kooperation“ mit TOTAL hinreissen lässt. Ich werde künftig bei jeder sich bietenden Gelegenheit von einer Unterstützung des dksb mit Verweis auf dieses Ihr Verhalten abraten.

Ich gratuliere Ihnen: es ist Ihnen gelungen den Kinderschutzbund auf meiner persönlichen Glaubwürdigkeitsskala von ganz oben nach ganz unten zu befördern und einen der letzten Vereine, die für effektive Arbeit vor Ort standen, nachhaltig zu diskreditieren. Aber wenn Ihnen ein kurzfristiges Medienstrohfeuer wichtiger ist, als langfristige Glaubwürdigkeit … jeder wie er kann.

In diesem Sinne verbleibe ich
mit der Ihnen gebührenden Hochachtung

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