Religion als adaptives Wahnsystem

als metaphysische Placebos der existentiellen Palliativmedizin
erfolgreiche Form von geistiger Krankheit
vorsätzliche Kultivierung eines Wahnsystems
die dogmatische oder fideistische Verweigerung einer Ethik des inneren Handelns

aus: Spiritualität und intellektuelle Redlichkeit

Für die Menschheit als Ganze ist diese Strategie aber objektiv nicht nachhaltig. Das ist der sachliche, für jeden leicht zu verstehende Punkt: Die
lokale, kurzfristige Stabilisierung des Selbstwertgefühls erzeugt auf globaler Ebene immer
wieder unfassbares Leid.

Das Mehr-Wissen-Wollen ist die einzige Option, die wir haben, wenn wir unsere Würde und
den gegenseitigen Respekt voreinander und auch vor uns selbst nicht aufgeben wollen.
Selbstachtung bedeutet nicht nur, dass wir uns selbst als verletzliche, leidensfähige, zu innerer Verbindlichkeit und moralischer Verantwortung fähige Subjekte respektieren. Das Prinzip Selbstachtung in einer gefährlichen historischen Übergangsphase nicht aufzugeben heißt auch, die Tatsache wertzuschätzen, dass wir erkennende Wesen sind, die dazu fähig sind, immer neue Einsichten über die Welt und sich selbst zu erzeugen. Man muss deshalb am
epistemischen Handeln festhalten, aber eben auf zwei Ebenen gleichzeitig und nicht immer
nur auf einer der beiden Ebenen.

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