Angeblich will jeder vierte Autokäufer alternativen Antrieb

Einer Dummfrage zufolge soll jeder vierte potentielle Autokäufer (wer immer das sein mag) an einem alternativen Antrieb interessiert sein. Mal angenommen das stimmt, da stellt sich mir die Frage: wie blöd müssen die anderen drei von vier Autokäufern sein? Noch nie was von Tesla gehört? Keine Zeitung, kein Fernsehen und kein Internet? und selbst wenn und auch wenn man sich keinen Tesla leisten kann oder will, nicht mal der Wunsch nach einem solchen Auto, wenn schon ein Auto? oder besteht deren Welt nur aus Katzenvideos bei youtube und „Freunden“ auf Facebook? Bei angeblichen Neuzulassungszahlen von 1,6% für alternative Antriebe fragt man sich wie groß die Dummheit der Neuwagenkäufer tatsächlich ist.

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2 Antworten zu Angeblich will jeder vierte Autokäufer alternativen Antrieb

  1. Jo-1 schreibt:

    Dummheit oder andere Beweggründe?

    Tesla ist für mich ein rotes Tuch. Nicht weil ich etwas gegen Elektroantriebe hätte und auch ganz sicher nicht weil ich eine ‚Umweltsau‘ wäre, die egozentrisch sich selber alles gönnt und andren Sparsamkeit auferlegen möchte.

    Nein – es ist die fast grenzenlose Arroganz mit der mir jetzt schon öfter in Stammtisch Philosophie ein E-Mobilist seine Weltsicht ungefragt gepredigt hat.

    Leider endet das immer wieder im Streit.

    Es ist völlig egal wie viel Schadstoffe ein Auto erzeugt. Das wäre in etwa so als würde man von Menschen erwarten dass sie beim Kochen sparsam mit Wasser umgehen aber ihnen sonst in der gesamten Wohnung Duschen installiert, die fortwährend laufen.

    Warum nur soll ich auf meinen Sportwagen mit Verbrennungsantrieb verzichten wenn ich ansonsten ein super sparsamer und mit offen Augen durchs Leben gehender Mensch bin, der sein handeln sehr genau abschätzt.

    Sparsame neue Geräte, Reparatur von Altgeräten wo es Sinn macht. Kurz langlebige Investitionsgüter statt unsinniger Konsum und Öko-Stom und Öko-Gas und intelligente Heizungssteuerung sowie Induktionsherd statt Glaskeramik mit höherem Wirkungsgrad . . .

    Sprich – die Menge machst – also was erzeuge ich als Mensch insgesamt an Schadstoffen mit meinem Tun – es ärgert mich grenzenlos wenn mir jemand punktuell nachweist, dass er vermeintlich besser wäre als ich und sich dann einer integralen Diskussion erwehrt. Es macht mich fuchsteufelswild wenn so ein reicher Schnösel mir dann erzählt, dass er den zweiten Tesla in seinem Ferienhaus auf Mallorca hat.

    Merken diese Menschen einheitlich noch wie beschränkt ihr Denken ist?

    Klar – es ist völlig o.k. Ökostrom in Massen für die Klimatisierung der Villen und Elektronik-Spielzeuge zu verbrauchen – ist ja Ökostrom! Es ist auch völlig o.k. mit dem Flugzeug, der Jacht oder dem Luxusliner sich was zu gönnen wenn man Tesla fährt ;-)

    Ich würde viel lieber eine gesittete Diskussion um Emissionen, Reduktion derer und clevere System führen und meinen geliebten Verbrenner trotzdem noch fahren, weil ich anderswo wie wild spare.

    Andre reisen gerne und nutzen ihren Freiraum hierzu – hab ich volles Verständnis!

    Ich würde mir gerne eine umfängliche alles einschliessende Diskussion wünschen statt dieser punktuellen Finger auf die Wunde legen Taktik – das verärgert nicht nur mich sondern alle, die ein wenig weiter als bis zur nächsten (Strom-)Tankstelle denken.

    Wie sagte Paracelsus schon so schön? „Die Menge macht’s!“

    Wer also sonst alles richtig macht, sich sparsam verhält und vorausschauend investiert, ökologisch seinen Fussabdruck sparsam hält und ihn zu reduzieren beabsichtigt und auch diese Ideen konsequent umsetzt darf sich für ein paar wenige Kilometer im Jahr selbstverständlich seinen Sportwagen Oldtimer leisten – wo sind wir denn? Leben und Leben lassen!!

    Bitte mit ernst gemeinten Anstrengungen etwas Gutes tun und der Neukauf eines Tesla für tägliches unnötig weites Pendeln vom Chalet in der Pampa zum Büro in der Lokalmetropole ist sicher weit weniger umweltfreundlich als der gelegentliche Betrieb eines schon gebauten Spassmobils an vereinzelten Wochenenden im Jahr.

    Wie wäre es mit Home Office und Energiesparen bei allen Gelegenheiten im Jahr?

    Auf die Einladung mit meinem Sportwagen eine Runde zu drehen entgegnete mir ein Bekannter, der gerne drei- bis vier Mal im Jahr Extremurlaub in den Anden, auf Hawaii oder sonstwo macht, dass das nicht umweltfreundlich sei – grübel!!

    Also wer gerne unbedingt einen Jauwagen kaufen will oder muss – ein Tesla ist so umweltfreundlich wie dessen Fahrer/in insgesamt.

    E-Mobilität wird uns nicht retten – es kann maximal ein Puzzlesteinchen sein in der persönlichen Strategie zur Ressourcenminimierung.

    Bitte dieses Feigenblatt nicht andren aufdrängenden sondern das Notwenige selber vor der eigenen Haustüre machen!!

    Das Haus eine Nummer kleiner bauen, den Swimmingpool weglassen, das Ferienhaus mieten und mit andren teilen. ÖPNV nutzen (der ist schon weitestgehend elektrisch ohne erforderlichen Neubau eines Individual-Protz-Gefährtes) und langfristig denken und handeln und vor allem Fernreisen auf ein Minimum reduzieren und lokales saisonales Gemüse kaufen statt ökologisch bedenklicher Fernreise-Früchte das ganze Jahr konsumieren.

    Wenn jeder in seinem Umfeld clever handelt sparen wir so schon enorme Mengen an Energie und Ressourcen ein. Auch braucht es nicht alle zwei Jahre ein neues SmartPhone und der Flachfernseher hält auch heute 10-15 Jahre bevor er getauscht werden müsste . . .

    Mir fällt so vieles ein, dass Nachhaltigkeit befördert. Ein Tesla fällt mir erst ziemlich am Schluss ein wenn alles andre ausgereizt ist.

    Wer also ein durch und durch ökologisch nachhaltig denkender mensch ist braucht so eine Protzigste nicht sondern fährt in aller Bescheidenheit mit der Tramm ins Büro oder nutzt den Lokalexpress und Leist noch ein Buch auf dem Wg ins Büro.

    Wer mit dem Tesla für ein mittleres Vermögen aufkreuzt und einen auf „Schlanker CO2-Fuss“ macht ist in den meisten Fällen ein Blender mit wenig Selbstreflexion. Leider schon mehrfach erlebt und das waren zumeist sehr unschöne Erlebnisse.

    Schade, dass ich mit diesen Menschen die Welt teilen muss – sie wird leider nicht besser mit dieser Einstellung!

    Wer also für die Umwelt was guten tun will verzichtet auf jegliches Auto!

    Wer darauf nicht verzichten kann oder will kann sich einen Tesla kaufen oder ein gebrauchtes schon gebautes Automobil gleich welcher Bauart – ein Gutteil der Energie steckt im Bau – und das ökologisch beste Fahrzeug ist das, das entweder nie gebaut wurde oder nach dem Bau nur sehnte bis gar nicht genutzt wird.

    In diesem Sinne – teslas sind keine Lösung sondern der Ausdruck einer Gesellschaft, die sämtliche Werte verloren zu haben scheint.

    Ich ärgere mich über jeden arroganten Tesla Fahrer, der gleichzeitig einen Lebenswandel führt, bei dem Sparsamkeit keine Rolle spielt – leider sind das eben die selben – i“ch kann’s mir ja leisten!“

    Nur ein paar Gedanken zur Anregung – Tesla Fahren ist kein Umweltstatement – es sit vielmehr ein Statement was man gerne wäre – der S-bahn Nutzer gibt ein viel deutlicheres Statement ab – nur damit kann man natürlich nicht vorm Lieblingsitaliener vorfahren – es sei denn er liegt an einer Haltestelle der S-Bahn – aber halt – der Spaß beim Lieblingsitaliener ist doch, dass man umständlich elektrisch nach Verona fahren muss :-)

  2. cassiel schreibt:

    Dass die Herstellung und der Betrieb eines Teslas kein billiges Vergnügen und mit entsprechender Umweltbelastung einhergeht: geschenkt. Und dass es scheinheilig ist, sich im Ayurvedaurlaub in Indien das Öl auf die Matschbirne tropfen zu lassen und dann sich zurück in Deutschland als Baumschützer bei S21 zu profilieren oder Fahrradfahren zu propagieren: gleichfalls geschenkt.
    Dass es besser ist gar kein Auto zu fahren: auch geschenkt.

    Nur umgekehrt trifft, das auch zu: wer einen Sportwagen mit Verbrenner fährt und ansonsten einen auf öko macht, muss sich auch die Frage gefallen lassen, ob er nicht gleichermaßen scheinheilig ist. Ein Sportwagen mit Verbrennungsmotor ist auch ein Luxusauto, was eigentlich niemand wirklich braucht. Ist das gleiche in grün wie ein Elektroautofahrer, der mit dem Kerosinbomber in den Urlaub fliegt (braucht man nur die einschlägigen Videos der Elektroauto-Gurus auf youtube ansehen, wenn sie aus Spanien oder Thailand ihre Video-Blogs füttern, da sind sie nicht mit dem Elektroauto hingefahren!).
    Ja, die Schizophrenität der Menschen kennt manchmal keine Grenzen.

    Was Tesla als Firma und deren „Erfolg“ betrifft, muss man auch dazu sagen, dass Tesla eine kapitalistische brute force attack auf die traditionelle Automobilindustrie fährt. Das ist zweifelohne nicht der umweltfreundlichste Weg zu einer nachhaltig(er)en Mobilität. Tesla spricht gezielt die Petrolheads, die Bleifüße, die PS-Fetischisten mit sportwagentypischen Superlativen an um einen Fuß in den Markt zu bekommen. Entsprechend ist das Klientel. Nur anders hat man gegen die traditionellen Verbrennerhersteller im Kapitalismus keine Chance. Die müssen jetzt reagieren, wenn Tesla ihnen nicht den Rang ablaufen soll. Tesla bekämpft Feuer mit Feuer bzw. die Automobilindustrie mit ihren eigenen Mitteln.
    Es gäbe andere, ökonomischere und ökologischere Wege. Z.B. wenn Gesetze erlassen würden, die die Autobauer zwingen nur noch Elektroautos zu bauen. Nur leider haben da die Politiker weltweit versagt. Klassisches Beispiel: Kalifornien in den 1990ern wo Elektroautoquoten angekündigt wurden, daraufhin das EV1 entwickelt wurde, dann ist die Politik aber eingeknickt und die EV1s wurden alle wieder verschrottet und das Elektroauto eingemottet bzw. das führte u.a. zur Gründung von Tesla. Es ist also auch dem Versagen der Politik zuzuschreiben, dass Tesla so handelt wie sie es tun. Weil sie sonst am Automarkt nicht bestehen können. Mit entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen wäre das wesentlich ökologischer und ökonomischer möglich. Aber die Politiker sind eben nur die Marionetten der Lobbyisten und speziell der Autolobby. Da hat Vernunft keine Chance und nur das Geld und der Profit bestimmt was geht. Das ist auch eine Frage des politischen Systems. Die „Demokratie“ nach US-Vorbild fördert die Korruption. In einer echten (direkten) Demokratie bestünde zumindest eine Chance das es anders läuft, denn Mehrheiten beim Volksentscheid sind nur schwer zu kaufen und auch nicht leicht zu manipulieren. Das ist aber noch ein ganz anderes Thema (siehe: echte (direkte) Demokratie)

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