Abgrundtiefe Menschenverachtung mit System

Man kann über Herrn Kachelmann geteilter Meinung sein. Man kann auch über seine Website und seinen schwer zu kommentierenden Blog geteilter Meinung sein (mein Kommentar verschwand im Nirvana). Man kann auch feststellen, dass sieben Tote durch einen nicht alltäglichen Sturm nicht mal so viele sind wie Tag für Tag durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen, was auch keinen juckt, ebenso wie die 50 Toten täglich durch Ärztepfusch, wovon 25 vermeidbar wären (lt. AOK) (vgl. Und auch heute wieder) oder gar die 600 Krebstoten am Tag.
Aber es ist schwer zu leugnen, dass die in seinem Beitrag Sturm Xavier – wie Medien Menschen auf dem Gewissen haben: Nichtstun tötet. beschriebene Menschenverachtung durch die Massenverdummungsmaden, insbesondere die mit GEZ-Schutzgeld, pardon „Demokratieabgabe“ verzogenen öffentlich-schrecklichen, kein Einzelfall wie Sturm Xavier oder ein einmaliger sich nicht wiederholender Skandal ist, sondern dass diese Menschenverachtung System hat. Der Fall Xavier und die Wetterberichterstattung der öffentlich-schrecklichen Medien sind nur symptomatisch und repräsentativ für diese Menschenverachtung in den Redaktionen und Führungsetagen der Sender. Dort sitzen die Leute, die entweder schon immer kein Gewissen hatten und auch ihre Großmutter skrupellos an den Teufel verkaufen oder denen der preussische Beamte wie ein Besenstiel im Kreuz steckt und der als Schreibtischtäter per Federstrich die Todesurteile formal und „rechtlich“ korrekt unterzeichnet. Kachelmann beschreibt am Beispiel der verharmlosenden, irreführenden, Tote billigend in Kauf nehmenden (egal ob bewußt oder unbewußt) Wetterberichterstattung, der die Zahl der durch Xavier herabstürzenden Blätter wichtiger ist als eine Warnung der Menschen vor herabstürzenden Bäumen, – wohl aus eigener Erfahrung mit diesen Medien – die Hintergründe dieser Menschenverachtung. Den Leuten dort sind die Menschen vollkommen egal. Was zählt ist Quote und dass das Zuschauervieh nicht zur Konkurrenz geht. Man kann auch sagen: es geht nur um Macht und Geld, nicht um eine Information der Menschen, nicht mal eine im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige „Grundversorgung“ damit, womit die allgemeinen Zwangsbeiträge zur Finanzierung der öffentlich-schrecklichen Irrenanstalten (dieser Begriff wird immer passender) ja auch immer legitimiert werden sollen. Im Fall der öffentlich-schrecklichen Sender ist dies daher moralisch besonders verwerflich. Bei den privaten Sendern ist das Profitstreben ja klar Programm. Aber hier wie dort wird klar: wenn etwas vermeintlich humanitäres, menschenfreundliches im Fernsehen geschieht – sofern das was im Fernsehen geschieht überhaupt etwas mit sowas wie „Realität“ zu tun hat – z.B. die alljährlichen Spendengalas und -marathons vor Weihnachten, dann kann man sicher sein, dass es dabei nicht um oder für das Wohl der Menschen geht, sondern um die Quote und damit ums Geld (für die Sender).

Und dass das Ganze eben System hat, ist auch der Knackpunkt. Es sind nicht nur die sieben Tote, die den Verantwortlichen in den Sendern egal sind. Wir alle sind denen sowas von egal. Und damit trifft und betrifft deren Menschenverachtung auch alle. Es hätte jeden Menschen treffen können und es wäre ihnen egal gewesen bzw. hätten sie daraus auch noch Profit geschlagen.
Die Toten sind ihnen sogar noch willkommen, denn das bringt dann in der Berichterstattung hinterher noch mal Quote, quasi doppelt absahnen: vorher Quote machen durch nicht unattraktive Kassandrarufe senden, sondern weichgespülten, locker flockig hippe Wettershow mit dollen Animationen und im Zeitplan des Senders. Und hinterher mit den vermeidbaren Toten noch mal Voyeur-Quote machen. Selbstkritische Reflexion? ob nicht eine eigene Mitschuld vorliegt? Fehlanzeige!

Ja, es wird auch ein ganz spezieller Menschenschlag mit diesem Format-Programm bedient: der voyeuristische Couch-Potatoe, dem seine Mitmenschen gleichermaßen egal sind. Wie de Herr so’s G’scherr, wie man bei uns sagt.
Und wie’s G’scherr so de Herr: denn diese ganzen menschenverachtenden Redakteure, Journalisten und Intendanten in den Sendern, werden von ebenso menschenverachtenden Politikern auch noch gedeckt. Diese haben auch nicht das Wohl der Menschen im Sinn, sondern ihren eigenen Profit auf Kosten der Menschen. Humanitäres Geschwurbel und Aktionismus sind nur verlogenes Mittel zum Zweck, auch um das Volk gefügig zu halten. Mehr als „Brot und Spiele“ steht nicht dahinter. Menschenrechte? Würde des Menschen? oder gar eine von Herzen kommende menschenfreundliche Grundhaltung? In your face! Alles nur wohlfeiles Geschwafel, Volksverarschung pur. Eigentlich eine Kriegserklärung an die Menschen. Wer kritisch denkt und noch zumindest eine Rest Selbstachtung als mündiger Bürger besitzt, der muss sich dagegen wehren.
Vertrauen ist gut? Kontrolle ist besser? Vertrauen kann man schon gar keins mehr haben. (Direkt-)Demokratische Kontrolle des Staates und alles was an diesem Klüngel dranhängt durch die Bürger tut Not. Erst wenn die Macht bei den Bürgern und in (direkt-)demokratisch geordneten Bahnen liegt und das Volk auf allen politischen Ebenen immer das letzte Wort hat (so wie es für die Schweizer selbstverständlich ist) dann besteht überhaupt nur die Chance, dass Politik und Medienpolitik insbesondere in vom Bürger finanzierten Medien, im Sinne der Menschen gemacht wird.

Ceterum censeo:
Und das alles ca. 2000 Jahre nachdem jemand dafür an einen Baumstamm genagelt wurde, nur weil er gesagt hatte, wie phantastisch er sich das vorstelle, wenn die Menschen ausnahmsweise einmal nett zueinander wären.

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Eine Antwort zu Abgrundtiefe Menschenverachtung mit System

  1. Ettore Atalan schreibt:

    Nicht zu vergessen die vielen unbekannten Toten, die jeden Tag im Mittelmeer ertrinken und von den (öffentlich-schrecklichen) Medien weitgehend ignoriert werden.

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