Sprachvergewaltigung vom Duden

Die Sprachlupe beim infosperber hat mich darauf aufmerksam gemacht: der Duden (duden.de) macht dem generischen Maskulinum (also das rein grammatische, nicht sexistische Standardgeschlecht von Substantiven) den Garaus. So ist ein „Mieter“ nicht mehr eine biologisch-geschlechtlich unbestimmte Person, die etwas gemietet hat, sondern ausdrücklich eine biologisch-männliche Person, die etwas gemietet hat. Lt. Chefredaktorin(!) Kathrin Kunkel-Razum des Duden habe es zunehmend Beschwerden gegeben. Man kann auch sagen, der Duden ist eingeknickt und hat sich dem Pöbel gebeugt. Im Laufe des Jahres sollen 12.000 Einträge so verhunzt werden. Der Duden wird also zur Wikedpedia der deutschen Sprache – im Zweifelsfall unbrauchbar. Denn die logischen Brüche lassen – wie die infosperber-Sprachlupe verdeutlicht – nicht lange auf sich warten: Redewendungen wie „bis der Arzt kommt“ werden entweder ignoriert oder verhunzt: „bis der Arzt oder die Ärztin kommt“? „Mieterversammlungen“ werden zum Männerreservat. „Wählergunst“ und „Wählerverhalten“ auch zu rein männlichen Eigenschaften.
Aber sprachhistorische und etymologisch Fakten, die beweisen, dass das generische Maskulinum eine Sprachtatsache ist, scheinen den Duden, der seine Existenzberechtigung allein der deutschen Sprache zu verdanken hat und dessen Vertreter es eigentlich als Fachleute besser wissen müssten, nicht zu beeindrucken, im Gegensatz zu einigen „Beschwerderinnen und Beschwerdern“, die wohl nur laut genug schreien müssen, dass der Duden spurt. Die Genderisten haben es geschafft die Bastille der deutschen Sprache zu erstürmen.

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5 Antworten zu Sprachvergewaltigung vom Duden

  1. ansicht768643 schreibt:

    Ist ein Volk, das seine Sprache kastrieren läßt, zukünftig überhaupt noch zu Aussagen (nicht zu verwechseln mit inhaltslosen Phrasen) fähig? 🤔

  2. Pingback: Der duden… | Schwerdtfegr (beta)

  3. kanute schreibt:

    Ich habe mir den ersten und letzten Duden meines Lebens gekauft, bevor die Neue Deutsche Rechtschreibung wahr wurde. Und nur an den, die 20. Auflage, halte ich mich.

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